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Autor Thema: Von heißen Quellen und kalten Orks (Rollenspiel am 02.02.2024)  (Gelesen 1299 mal)

Offline Sebastian

  • Sebastian
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Eigentlich wollten wir nur unser Yeti-Kopfgeld kassieren, um uns dann wieder auf unsere Mission zu machen, nach dem verschwundenen Boten zu suchen. Doch die Götter hatten andere Pläne.

Denn stattdessen platzte ein viel zu dünn gekleidetes "Spitzohr" ins "Treasures" und verkündete, er sei von den gleichen Mächten geschickt worden wie wir. Der Sprecher wurde misstrauisch, wie so viele unpassend gekleidete Fremde es über die Pässe schaffen konnten und die Tatsache, dass jemand zu uns gehörte, den wir nicht kannten, machte es nicht besser. Wir versuchten ihn mit Notlügen zu beschwichtigen, doch stellten wir uns nicht sonderlich geschickt an und so habe ich kein Zweifel daran, dass er uns kein Wort glaubte (es aber trotzdem vorerst auf sich beruhen ließ).

Der Fremde stellte sich als Araleth vor und erwies sich als patenter Waldläufer, der sich nach dem Untergang seiner Sippe als Drow-Jäger verdingt hatte, bevor die Götter ihn auf die gleiche Mission geschickt hatten, wie uns. Schnell wurde offensichtlich, dass wir ihn gebrauchen konnten und so nahmen wir ihn in unsere Gemeinschaft auf.

Das bedeutete, dass wir ihn bei Herrn Graufuß warm einkleiden mussten, was nicht so einfach war. Einige meiner Gefährten fühlten sich von dem Halbling-Händler übervorteilt ob seiner Preise, aber der Sprecher versicherte uns glaubhaft, dass diese für diese Region sogar ungewöhnlich günstig gewesen seien.

Ich fand zwischen all dem Plunder des Händlers einen magischen Bierhumpen, den ich ihm für 1 Silberstück abzukaufen vermochte. Magnus muss mir irgendwann mal erklären, worin die Magie des Artefakts besteht? Man darf gespannt sein ... Bei der Gelegenheit erfuhr ich auch, woher Herr Graufuß seine Waren u.a. bezieht: aus den Gewässern vor Bremen.   

Als wir beim Sprecher unser Kopfgeld für den Yeti kassierten, berichtete er davon, dass Bryn Shaender zur Jagd auf einen berüchtigten "Roten Yeti" blasen würde, dessen Kopf (und Fell) ihnen ein kleines Vermögen (und großen Ruhm) wert sein dürfte. Das Jagdgebiet des Yeti wird an einem gefährlichen Ort namens Calvin Steinhügel vermutet.

Nach einem Abstecher zum Schmied Uden Notice, der sich Sorgen machte, ob der Battlehammer-Clan wieder Erzvorkommen liefern werde, brachen wir auf der Straße auf nach Norden durch das frostige Schneetreiben. Als wir unterwegs ein Nachtlager brauchten erreichten wir den Waldrand und suchten hier bis zur Erschöpfung nach einem Ort, an dem man nicht erfriert. Der Elf fand einen wundersamen Ort im Wald, wo eine heiße Quelle war, in der man baden und seine kalten Knochen auftauen konnte. Die Lichtung erwies sich als sehr alte religiöse Stätte einer noch älteren Gottheit, die wir nicht identifizieren konnten und die vermutlich schon lange vergessen ist, denn ihr Schrein hier wurde zerstört. Wir fühlten gleichwohl eine Präsenz, vermutlich eines ihrer Diener, der in der Nacht über uns wachte.

Am nächsten Tag zogen wir (mit haufenweise gefundenem Holz) weiter und trafen auf den vermissten Suchtrupp aus Bremen (unter dem Kommando von Gallodor Kain), der sich mit Abgesandten aus Bryn Shaender (unter dem Kommando von Messel Allister) vereint und hinter Pallisaden verbarrikadiert hatte. Sie hatten Riesen gesehen und wurden von Wolfsrudeln immer wieder und wieder angegriffen. Das unnatürliche Verhalten der Tiere, die unter fremden Kommando zu stehen schienen, erinnerte uns an unsere Erfahrungen mit den unheiligen Wölfen. Auch das Verschwinden ihrer erlegten Kadaver und Zeichen auf ihrem Fell ließ etwas Ähnliches vermuten.

Zusammen mit Gallador und Messel besuchten wir den Ort des Überfalls auf den Boten, fanden deren tote Pferde, verirrte Orkpfeile und Spuren, die in den Wald führten. Wir folgten ihnen und trafen auf eine größere Gruppe Goblins und Orks, die wir nur besiegt bekommen haben, indem wir uns von den Göttern zeitweilig unsere alte Stärke zurückgaben lassen (wobei Blitze in unsere Körper einfuhren). Da Gallador und Messel dies gesehen haben, wurde es immer schwieriger unsere Tarnung so aufrechtzuerhalten, wie die Götter es gesagt hatten. Wir versuchten es trotzdem und verpflichteten sie zur Verschwiegenheit (oder versuchten es zumindest), ohne ihnen eine Erklärung zu geben, für das was sie gesehen hatten. Dass sich "Bremen jemanden wie uns doch gar nicht leisten kann" fiel ihnen selbstverständlich auf ...
« Letzte Änderung: 04. Februar 2024, 16:48:27 von Sebastian »
"There is not always a silver lining behind dark and stormy clouds. Sometimes the things behind are much worse."