1.
Ein verschleierter Charakter hat selber *keine* Sicht-Nachteile durch "seine" Verschleierung (also kein "Blind"-Zustand, keine Nachteile auf Proben optischer Wahrnehmung bzw. kein Malus bei Angriffen auf Ziele außerhalb der Verschleierung), korrekt?
Nein, er hat keinen Nachteil/Malus aus seiner verschleierten Sicht!Das habe ich nirgends finden können und irgendwie würde es zum Nachteil eines Betroffenen sein, wenn er sich versteckt und "verschleiert" wäre. Sollte ich was dazu tatsächich durch Zufall finden, würde ich es entsprechend bekannt geben. Es sei denn, Andreas oder Stefan wissen rein zufällig aus den alten Versionen, dass ein verschleierter Charakter Nachteile hat. Welche auch immer diese dann sein könnten.
2.
Wenn die Wahrnehmungsprobe des außerhalb der Verschleierung Stehenden gelingt und er den verschleierten Charakter sieht, dann hat er durch die Verschleierung keinerlei Nachteile/ Mali, wenn er den verschleierten Charakter angreift, korrekt?
Nein, er hat keine Nachteile!Nehmen wir an, du hast einen "verschleierten" Charakter entdeckt, dann ist er für dich klar sichtbar. Der Effekt - oder von mir aus die Tarnung/das Versteck sind erkannt worden und damit der Vorteil - und dein Nachteil - weg. Für alle anderen hingegen, wenn sie ihn angreifen, bleibt dieser Status "verschleiert" bestehen, bis auch diese ihn erkannt haben.
3.
Was ich (noch) *nicht* verstehe ist, was regeltechnisch *für Angriffswürfe* gilt, wenn die Wahrnehmungsprobe des außerhalb der Verschleierung Stehenden NICHT gelingt?
- was klar ist: er sieht den "Verschleierten" dann nicht!
Wenn eine "verschleierte" Kreatur von dir nicht erkannt wird, wie willst du diese dann angreifen? Du weisst ja nicht, wo sie sich genau befindet. Ergo, Angriffe gegen verschleierte und nicht-erkannte Kreaturen sind gegen gezielte Angriffe geschützt. Sobald sie angreifen sind sie nicht mehr verschleiert - Ausnahmen sind mögliche Vorgaben von Zaubern oder Gegenstände.
- einen Angriff könnte er aber trotzdem versuchen (z.B. weil er den Verschleierten *hört* oder weil er sich denken kann, dass sich traditionell jemand verbergen kann in Nebeln, die plötzlich in Gebäuden entstehen).
Ich gestehe dir zu, dass du weisst, dass sich jemand in deiner Nähe befindet, den du nicht erkannt hast. Doch dafür machst du ja eine Wahrnehmungsprobe und wenn diese ohne Erfolg ist, bleibt die "verschleierte" Kreatur für dich nicht erkennbar. Daher, wie willst du etwas angreifen, was du nicht sieht, erkennst oder andersweitig ausmachen konntest?
Natürlich kannst du sagen, hinter einem Stapel Kisten vermute ich eine Kreatur und zaubere einen Flächenangriff auf eine Stelle in der Hoffnung, dass der Bereichsschaden die "verschleierte" Kreatur mit trifft und sichtbar wird. Doch das wäre eher Zufall und müsste logisch vom Spieler erklärt werden, warum er nun genau jenen Bereich angreift. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, wo das Regelwerk sagt: "Der menschliche Verstand ist gefragt, wenn eine Regel nicht 100% oder klar erklärt wird."
Ich habe dazu nichts andere finden können. Sollten unsere D&D-Veteranen dazu eine andere abweichende Antwort haben, dann natürlich nur zu.
- wenn ein Fernkämpfer also in so einer Situation "drauf hält" und quasi nach Gehör schießt, wie schlägt sich das regeltechnisch nieder? Hat er einen "Nachteil"? Oder einen Malus? Oder gibt es dann irgendeine Form von Glückswurf?
Aber dafür würfelst du ja eine Wahrnehmungsprobe und wenn du diese nicht schaffst, kannst du auch nicht wissen, wo derjenige sich aufhält. Daher kann er nicht "draufhalten". Natürlich kann er es schon, nur regeltechnisch würde ich dann daraus einen Glückswurf machen, wo du merkst, dass dein Schuss nichts mit einem gezielten Angriff gemein hat.
W20, Ziel erhält eine zugeordnete Nummer und der Wurf muss auf den Punkt sein.
Wie gesagt, wenn mir jemand mit einer Regel aus dem Buch kommt, freue ich mich. Aber auch hier habe ich zu diesem Themenpunkt nichts gefunden.
Ich hoffe, es ist nun klarer und erneut, wenn die anderen mehr wissen, dann bitte nur her damit. Am Ende kommt es ja dann allen zugute.