Luskan Arms
Wir versuchten mehr über die vermisste Expedition von Garret herauszufinden. Keegan wusste nur noch zu berichten, dass Garret von einer "ungewöhnlichen Expedition" gesprochen und er seine Kunden im "Luskan Arms" getroffen hatte. Wir besuchten die Schänke, die in erstaunlich gutem Zustand war. Der Besitzer hatte ganz offensichtlich eine persönliche Beziehung zu Luskan, denn neben einer Fahne mit dem Wappen der 5 Könige fanden sich im Gastraum auch eine Stadtkarte von Luskan mit dem Gildenzeichen und eine Ritterrüstung aus der Region, die ein Vermögen wert sein musste. Unsere Nachforschungen ergaben folgende Ergebnisse:
- der Abenteurergruppe von Garret gehörte ein "Goliath" an, was ein menschliches Barbarenvolk aus den Bergen ist
- Gäste in der Schankraum sprachen davon, dass der Sprecher von Caer Dineval verschwunden sei und das man den Ort meiden solle
- ein Hund bewachte auf Geheiß seines Herrchens im Schankraum etwas, warum und was blieb unbekannt.
Gästehaus der Stadt
Kammerherr Audrick Dennet brachte uns im Gästehaus der Stadt, gegenüber vom Rathaus, komfortabel unter. Der 2. Kammerherr Arlin Russel, der Shenmi und Orthum Angst machte, betreute uns mit seinem Stab vor Ort. Köchin Rose Riftom ließ uns süßen Honigwein mit Schnaps kosten, Hausmädchen Briana Wood verbrüderte sich und zechte mit uns. Alles hätte unbeschwert schön sein können ..., wenn da nicht eine mysteriöse Geheimtür in der Keller-Speisekammer gewesen wäre, den wir nicht aufbekommen haben ... und wenn da nicht eine magische Rüstung vermeintlich zur Zirde im Salon gestanden hätte, deren Anwesenheit uns ebenso Rätsel aufgegeben hat, wie ihre Illusionsmagie. Und dann war da natürlich noch das böse Bauchgefühl von Shenmi und Orthum bezüglich dem 2. Kammerherren ...
Informationen über Targos
Folgendes konnten wir über die Stadt in Erfahrung bringen:
- Sie hat in ihrer Geschichte traditionell Probleme mit Orks gehabt
- Der Hafen wurde angelegt, um der Bevölkerung eine schnelle Flucht zu ermöglichen, wenn dies nötig werden sollte.
- Die Eingänge zur Kanalisation gelten als gefährliche Orte, von denen man sich aus Sicherheitsgründen fernhalten soll.
- Die "Gilde" habe die "Macht" über die Stadt übernommen.
25. Uktar 1489
Bryn Shander
Nachdem wir uns von Gallador verabschiedet hatten, der dem Sprecher von Bremen unser Handeln zu erklären versuchen wollte, reisten wir los, um Garret zu retten. Erstes Ziel, das wir nach wenigen Stunden bereits erreichten, war Bryn Shander. Man hatte uns gesagt, dass wir Mittags die Stadt durchreist haben müssten, um über das Osttor noch rechtzeitig herausreisen zu können, um Caer Dineval am gleichen Tag zu erreichen, also beeilten wir uns. Doch bereits nach kurzer Zeit hörten wir die Hilfeschreie einer Frau, die von einem verrückt wirkenden Mann verfolgt wurde, der sie auf offener Straße niederzustechen trachtete. Was um der Götter Willen ist nur in die Leute dieser Region gefahren? Ich weiß nicht was mich mehr entsetzt hat: das schändlich-dreiste Trachten des Möchtegern-Mörders oder die Tatsache, dass die Anwohner der Szenerie die Bedrohung dieser Frau ignorierten? Wir jedenfalls taten dies nicht ... auch wenn dies bedeutete, unsere Tarnung, unsere Unauffälligkeit und unseren Zeitplan zu gefährden (manche Dinge sind dies alles nunmal wert ... und da Leben einer Unschuldigen ist ein ziemlich guter Grund, wie ich finde).
Den Angreifer zur Strecke zu bringen erwies sich als weitaus schwieriger, als gedacht. Schlag um Schlag und Zauberangriff um Zauberangriff, inklusive dem stürmigen Zorn meines Gottes, hagelten auf ihn ein und brachten ihn immer wieder von den Beinen, aber immer stand er auch wieder auf und machte wie von Sinnen weiter, als sei nichts geschehen. Dabei entsprangen dämonenhafte kleine Kreaturen seinem Körper und attackierten uns physisch wie magisch. Letztendlich insistierten wir lange und energisch genug, um unsere Feinde zu besiegen. Das Menschenweib, das uns für "Engel" hielt, aber verstört wirkte, konnte ich heilen, doch wir mussten mit ihr vom Tatort fliehen, als die Wache nahte ... und wir es nicht riskieren konnten, zeitaufwendige (und ggf. wenig glaubwürdig klingende) Erklärungen zu bemühen, um nicht selbst in ein schlechtes Licht zu geraten. Ich nahm die Frau kurzerhand auf meinem Schlitten mit und entließ sie mit unseren besten Wünschen am Markt in den sicheren Trubel der Stadt. Dann machten wir uns durch das Osttor heraus auf nach Caer Dineval ..., nicht ohne über die ungewöhnliche Natur unseres Erlebnisses (selbst für Bryn Shanders Verhältnisse) und einer möglichen Hintergründe zu sinieren.
Caer Dineval
Wir reisten geschwind, doch mit großen Problemen der Straße zu folgen. So war es schon dunkel und sehr spät, als wir endlich und totmüde Caer Dineval erreichten. Wir fanden in diesem kleinen Kaff im Dunkeln eine Herberge, die schon seit langem geschlossen zu sein wirkte und uns keinen Schutz vor dem Erfrieren zu geben vermochte. Dann fanden wir eine Schenke, die im Begriff war zu schließen und die keine Übernachtungsmöglichkeiten bot. Man verwies uns darauf, dass die einzige Übernachtungsmöglichkeit sich für uns am Caer (Schloss) bieten mochte, wenn wir dort erfolgreich vorsprechen würden. Wir erinnerten uns zwar an die Warnungen vor diesem Ort und den Gerüchten über einen verschwundenen Sprecher (konnte es sein, dass man auch hier unserer göttlichen Hilfe bedurfte?), doch wir hatten keine Wahl und so beschlossen wir, den aktuellen Hausherren des Schlosses, wer immer dies auch sein mochte, einen Besuch abzustatten ...