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Autor Thema: Die Säuberung von Donnerbaum (Spielrunde am 30.04.2022)  (Gelesen 1358 mal)

Offline Sebastian

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Widerspenstig bis in den Tod
Nach dem Sieg über den Drachen Giftfang untersuchen wir seinen Körper, um Schwachstellen zu finden und für zukünftige Kämpfe gegen Drachen wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Leider gelingt es uns nicht, auch wenn Magnus begeistert davon spricht, die Funktionsweise des Drachenodems nun besser zu verstehen ... und einen Odemangriff vielleicht sogar vorhersehen zu können, bevor er geschieht.

Eleonora stellt ferner fest, dass man aus den Schuppen des Drachen eine legendäre Rüstung schaffen könnte, die großen Schutz ohne Behinderung versprechen würde. Allerdings bräuchte man hierfür nicht nur einen Meister-Schmied, es müsste auch gelingen, die Schuppen vom Kadaver des Drachen zu lösen (was mir gelingt), ohne dass sie zerbrechen (was mir nicht gelingt). Einer nach dem anderen von uns scheitert hierbei und es scheint ganz so, als ob der Drache uns hierdurch auch noch im Tode verhöhnte. 

Zumindest gelingt es mir, jedem meiner Gefährten (und auch mir selbst) als Trophäe jeweils einen 5-kg-schweren Zahn aus dem Kiefer des Drachen zu brechen, ohne das dieser Schaden nimmt. Dies sollte unserem Erlebnisbericht auch bei misstrauischen Zuhörern ein gehöriges Maß an Glaubwürdigkeit verleihen. Vielleicht hat Niewinter ja auch einen Preis auf den Kopf des Drachen (oder auf Drachen generell) ausgesetzt?
   
Wir lassen schließlich von Giftfang ab und durchsuchen den Hort des grünen Ungetiers und finden
- eine große Holztruhe (mit einem raffinierten Mechanismus an den Griffen zum Entleeren des Inhalts). Sie enthält 800 Silber- und 150 Goldmünzen
- 4 goldene Pokale, in die je ein Edelstein eingebettet ist. Ich erkenne in letzteren eine ebenso seltene, wie wertvolle Opal-Art, die man "Mondstein" nennt. Wir legen sie in die Truhe, die wir auf Westers Karren-Ladefläche stellen.
- eine magische Zwergen-Streitaxt, die in Zwergenrunen "Hau" auf dem Axtblatt stehen hat; sie verursacht verheerenden Schaden gegen Holz und wird Conalt überlassen ..., der sie jedoch nur widerwillig annimmt und im Kampf später nicht verwendet.
- 2 magische Schriftrollen, die Zauber ("Nebelschritt" und "Blitz") enthalten und von Magnus in Obhut genommen werden.

Der Konflikt mit dem Druiden
Danach kehren wir zurück zum Druiden, um ihm zu berichten und ihn wegen der Behauptung zur Rede zu stellen, dass er im Bunde mit Gitfang gewesen sei und ihm regelmäßig Abenteurer zum Verspeisen zugeführt habe. Orthum wähnt hier ein großes Unrecht und bedroht den Druiden in Tyrs gerechtem Namen mit seiner Axt. Bevor wir ihn zurückhalten können, verwandelt sich der hierdurch verständlicherweise verängstigte Druide in ein Eichhörnchen und flieht. Unser vom Druiden versprochener Lohn für die Erlegung des Drachen - hier: der Standort der Wellenhallhöhle - droht uns hierdurch kurzzeitig durch die Lappen zu gehen.

Mit vereinten Kräften gelingt es uns schließlich, Orthum von der Falschheit des Drachen und seiner intriganten Lügen zu überzeugen. Unsere Rufe nach dem Druiden und unser Flehen, er möge zurück kommen, werden - Marthammor Duin sei Dank - letztendlich erhört, weil wir den Einfluss des Drachen auf Orthum erklären, ich mich im Namen unserer Familie entschuldige und mein Ehrenwort gebe, dass dem Druiden von Seiten unseres Clans kein Leid getan werden wird.  Reidoth erklärt uns, dass die Worte von Drachen auf magische Weise den Geist ihrer Opfer vernebeln können ..., was hier ganz offensichtlich der Fall war. Armer Orthum!

Ich halte Orthum sicherheitshalber von Reidoth fern, während Magnus mit ihm spricht und bei ihm auf Unverständnis damit stößt, dass er die Notwendigkeit des Tötens des Drachen bedauert. Reidoth erklärt, dass Drachen gemeinhin verdorbene Kreaturen seien, die eine Geißel für ihre Umgebung darstellen und insofern kein Mitleid verdienten. Es wird sich zeigen, ob Orthum diesen Hinweis bei zukünftigen Begegnungen mit Drachen beherzigen wird ..., was angesichts der extravaganten Philosophie seines Ordens durchaus zweifelhaft ist.

"Make Donnerbaum great again" (Abwandlung einer zwergischen Redensart)
Zur Freude des Druiden streifen wir durch Donnerbaum und säubern Busch für Busch sowie Haus für Haus von Zweig- und Baumplagen sowie überaus hartnäckigen Aschezombies (die einfach nicht sterben wollen und immer wieder zu unheiligem Leben auferstehen; Wir realisieren schließlich, dass das gleißende Licht der Götter eine endgültigere Wirkung auf ihr Ableben hat, als andere Angriffsarten ..., ein Umstand, den wir uns merken sollten).

Im ehemaligen Haus eines Edelmannes finden wir eine versteckte Truhe mit 700 Kupfer-, 160 Silber- und 90 Goldmünzen. Wir stellen die Kiste zu der anderen auf den Karren. Eine weitere Truhe finden wir in einer ehemaligen Kaserne, die zum Heim von Aschezombies wurde. Seltsamerweise haben die Untoten von den Kultisten eine Kisten geraubt, was wir anhand der Schleifspuren auf dem Boden und dem Tiamant-Symbol auf der Kiste zweifellos feststellen. Goldgier nach dem Tod? Schwer vorstellbar! Befehligt vielleicht ein gieriger Nekromant die Zombies? Vielleicht sogar Glasstab ("Wie viele Nekromanten laufen denn hier herum, Himmel Arsch und Zwirn!!!")?

Wie dem auch sei, wir nehmen die "Spende" des Tiamant-Kults als Entschuldigung für ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft großzügig entgegen. Der Inhalt der Truhe besteht aus
- einem Trank, der seinen Konsumenten 10 Minuten lang fliegen lässt und den wir Eleonora geben, damit sie den nächsten Drachen bis in die Lüfte verfolgen kann, um dort ihr Ringen fortzusetzen ... auf den Gesichtsausdruck der Bestie freue ich mich schon jetzt!
- 3 blutrote Diamanten im Wert von jeweils 150 Goldmünzen, die wir Orthum für das Wirken mächtiger Zauber überlassen
- 100 Goldstücke, die wir in der Kisten auf den Karren zu den anderen stellen. Herr Wester staunt nicht schlecht!

Und jetzt?
Reidoth glaubt, dass in 2 bis 3 Wochen der Schnee kommen wird. Wenn das passiert, hält er es für schwer, Axeholm noch zu erreichen oder wieder zu verlassen. Wir brauchen in jedem Fall spezielle Überlebensausrüstung dazu und erinnern uns an die Orks, die wir seinerzeit aufgerieben haben, die über derartiges verfügten. 
Wir müssen uns also beeilen ... ("Ganz was Neues!")

Den Standort der Wellenhallhöhle will er uns persönlich zeigen. Ihn in unsere Karte einzuzeichnen weigert er sich, weil dieses Wissen zu wichtig und gefährlich sei, um es niederzuschreiben. Das mag verständlich sein, bedeutet aber auch: Verlieren wir ihn (oder verliert er sein Leben), stehen wir mit nichts da!

Als wir Reidoth von unseren Erlebnisse berichten, die mit drastischen Wetterphänomenen einhergegangen sind, berichtet er, dass selbiges seinerzeit die Vorboten des Vulkanausbruch waren. Sein Orden (die sog. "Smaragdenklave", ein kleiner, sehr alter Orden (aus den Zeiten des alten Reiches), der die Wege schützt ("Marthammor Duins Kinder im Geiste also"!) und der Legende nach über einen unglaublichen Fundus an gesammeltem Wissen verfügt) meint zu wissen, dass Drow die Katastrophe seinerzeit in den Underdeeps ausgelöst haben. Er beteuert, die Drow seien eine unermessliche Gefahr und unser Bericht über die jüngsten Drow-Aktivitäten, von denen wir erfahren haben, schockieren ihn zutiefst.

So ist es kein Zufall, dass er sich entschließt, uns auf dem Weg zum Holzfällerlager zu begleiten, auch um dem Mysterium um die Drow (im und unter dem Niewinterwald) für seinen Orden auf den Grund zu gehen ...     
« Letzte Änderung: 02. Mai 2022, 19:23:15 von Sebastian »
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Offline Stefan

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Antw:Die Säuberung von Donnerbaum (Spielrunde am 30.04.2022)
« Antwort #1 am: 02. Mai 2022, 20:22:55 »
Oh geehrte Gemeinschaft,
Leider konnte ich aufgrund schwerer Fußprobleme und der Magenverstimmung von Shenmi nicht an der Säuberung Donnerbaums teilnehmen.
Aber habt ihr bei Eurer Suche etwas gefunden über die Familie Daricon ? Ihr wißt schon, Reelas Familie die von hier fliehen musste. Damit wir bei unserer Rückkehr sagen können wir haben alles versucht Informationen zu finden.

Offline Gerry

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Antw:Die Säuberung von Donnerbaum (Spielrunde am 30.04.2022)
« Antwort #2 am: 03. Mai 2022, 10:12:27 »
Auszug aus seinem Tagebuch:

„Seras Dinkelglück, ich grüße Euch, mein Kamerad und Freund,
Welch Kunde! Welch Kunde! So muss ich beginnen, denn ich Magnus Vandarr stand einem Jüngling eines grünen Drachens gegenüber. Das Gespräch war gewitzt, doch auch tückisch! Wir mussten ihn niederschlagen. Doch auch im Tod des edlen Wesens verbarg sich teures Wissen, was ich aus Sicherheitsgründen hier nicht kundtun werde.

Wir befinden uns derzeit in den Ruinen von Donnerbaum, einer Stadt die einem Vulkanausbruch zum Opfer fiel. Ausgelöst von den niederen Machenschaften der Unterwelt und jenes Schauspiel soll sich offenbar in naher Zukunft wiederholen. So gilt es für mich und zum Wohle von Baldurs Tor dieses Ereignis zu verhindern.

Wäre da nicht die gutherzige und alle problemlösende Gruppe, die jede Herausforderung annimmt, obgleich die Zeit drängt. In meinen Augen hält sie sich mit viel zu viel Kleinpfiff auf, nur um jedem, den sie über den Weg laufen, zu beweisen wie gut sie doch sind. Es ermattet mich, dass Daran Edermath eine derartig fähige, aber Zeit vergeudende Truppe angeheuert hat. Wäre ein Trupp vom Zirkel vor Ort, hätten wir uns mit der Kernbedrohung beschäftigt und uns nicht mit dem Geleitschutz vom Karren aufgehalten. Obgleich der Karren Holz für die Phandaliner transportieren soll. – Dafür hätte eine Gruppe einfacher Söldner einen besseren Dienst in Anbetracht der aufkeimenden Gefahr getan. Aber was soll’s. – Ich bin nur Beobachter und Fachkundiger.

In den Ruinen erwartete uns jenseits des Drachens Späher eines anderen Drachen, es waren Riesenspinnen, die den Hort des grünen Jünglings beschatteten. Aber auch die Aschezombies, vielleicht ist eine kleine Feldstudie ratsam, waren ein Herd, den wir bekämpfen mussten. Denn es stand ja noch die Säuberung an, bei Bahamuth, - Ich hätte nach dem Erschlagen des Drachens die Sachen gepackt, den Karren begleitet und hätte danach die Kernproblematik angegangen. Zu allem Überdruss zwang sich die Gruppe ebenfalls noch eine weitere Aufgabe auf. Ein Zentaure, namens Xanth, sucht und vermisst seine Holde. – Irgendwelche Kultisten haben sein Heim durchwütet. Eine interessante Aufgabe, aber in Anbetracht der Lage vernachlässigbar. Doch muss ich die Gruppe auch in Schutz nehmen, denn der gute Zentaure wisse einen Weg durch den Wald, um eine Abkürzung für den Karren zu finden.

Ich stelle mich den Entscheidungen der Gruppe nicht aktiv in den Weg, doch dränge ich gerne und deute auf die Wichtigkeit des großen Ganzen hin. Wenn es stimmt, was ein Meisterdruide behauptet, wird die Gefahr, wenn sie nicht gebändigt wird, ebenfalls eine Bedrohung für Baldurs Tor. Wir können also nur hoffen, dass die Gruppe zur Besinnung kommt und die Eile einsieht, die ich gerne anstreben möchte.

Denn zu allem Übel scheint die sagenumwobene Wellenhallhöhle ein wichtiger Schlüssel in der Bekämpfung der Bedrohung, die aus Orks, untoten Wölfen, Goblins und anderem Gesocks besteht, zu sein. In gut zwei Wochen soll der erste Schnee einsetzen, und das mag ich sogar glauben! – Dann wird, so der Wortlaut des Druiden, der Pass zur Höhle fast unmöglich oder zumindest mit einigen Entbehrungen erschwert. Mir deucht, dass ich der Gruppe das Verlangen sich jedem zu beweisen austreiben muss. Dass der größte gute Wille darin bestehen sollte, dass wir das Kernproblem lösen. Denn wenn das der Fall ist, lösen sich viele andere Probleme auch…

Magnus Vandarr“

« Letzte Änderung: 03. Mai 2022, 10:16:19 von Gerry »