Wir reisten von der Zwergenausgrabungsstätte mit deren Eignern zurück nach Phandalin, jedoch nicht ohne zuvor einen Umweg über „Schattenhügel“ zu machen, wo wir Baumel und die Heilerin Adabra Gwyn einsammelten. Sowohl Frau Dornklafter, der wir Bericht erstatten, als auch der Bürgermeister Phandalins belohnen uns für unsere beiden letzten Missionen mit jeweils 125 Goldmünzen.
Der Zwerg Daslin schenkt uns zudem „Steine der Verständigung“, durch die es den Trägern möglich ist, über kurze Distanz stumm miteinander zu kommunizieren. Daslin und sein Begleiter kündigen an, nach Goundlegrym (nördlich von Niewinter) zu reisen, um dort eine Anstellung als Bergleute zu suchen. Wir scheiden in Freundschaft.
Die Gnomin Faktore ist in Phandalin angekommen und hat Ihr Armbrustgeschütz in Stellung gebracht. Zu unserer Überraschung beschließt sie in Phandalin zu bleiben, um ihre Erfindung selber zu bedienen, wenn es die Sicherheitslage erfordert.
Im Gasthaus erleben wir eine faustdicke Überraschung: Mein kleiner Bruder Orthum ist hier! Er hat mich gesucht, weil ich ihm so schrecklich gefehlt habe, was nur allzu verständlich ist. Selbstverständlich wird mir der tiefere Grund seines Kommens sofort Gewahr: ganz offensichtlich hat Marthammor Duin ihn zu mir geführt hat, weil Orthum mir bei Errettung Gundrens helfen soll.
Im Gasthaus lernen wir u.a. den Barden Fodelan Chemin aus Mintarn kennen, der ausgezogen ist, um etwas zu erleben und nach Phandalin gekommen ist, weil der Name des Städtchens ihm so gut gefallen hat. Auch dies ist offensichtlich kein Zufall und so nehmen wir dankbar an, als er uns seine Unterstützung anbietet.
Wir nehmen eine Reihe neuer Aufträge an, die wir am Schwarzen Brett Phandalins angeschlagen vorfinden. Eine dieser Missionen sieht vor, dass wir einen Don-Jon Raskin sicher zu einer Goldmine im Nordosten geleiten. Raskin, der viel herumgekommen zu sein scheint und sich selbst als „Problemlöser“ bezeichnet, wurde von dem Konsortium der Mine beauftragt nach dem Rechten zu sehen und ein Problem zu lösen, welches die Produktivität der Mine derzeit beeinträchtigt.
Bevor wir mit Raskin zu der Goldmine aufbrechen haben wir ein verstörendes Gespräch mit der Klerikerin des örtlichen Schreins: Erst bittet sie uns, die Todesfee Agatha (zu finden in der Nähe von Connyberry) nach der Position eines Magus bzw. Buchs („Boloxus“) zu fragen und ihr einen Kamm zu bringen, den sie uns mitgibt. Dann berichtet sie uns von einer Vision, die sie von uns hatte: Sie sah, wie wir einen Pfad entlang gehen und in eine Stadt aus Ruinen kommen, in der der Tod auf uns lauert. Hinter Bergen gab es in der Vision zudem etwas, was unseren Weg beobachtet. Sie sah, wie wir im Nebel niedergegangen sind. Gleichzeitig sah sie, dass wir diesen Weg gehen mussten. Die Vision erinnert uns an die Berichte von der Stadt Connyberry, weil diese aus Ruinen bestehen soll.
Weiterhin unerschrocken machen wir uns mit Raskin auf die Reise zur Goldmine. Unterwegs werden wir von einer Horde von 10 Goblins überfallen, die versucht hatten uns aufzulauern, jedoch die Allwissenheit Marthammor Duins verkannt haben, ebenso wie seine Bereitschaft, mir Wegelagerer rechtzeitig zu offenbaren. Orthum stürmt todesmutig vor und muss – wie in alten Zeiten – von mir gerettet werden. Letztendlich gelingt es uns jedoch die Goblins ohne eigene Verluste zu besiegen und einen von ihnen Gefangenen zu nehmen. Sein Verhör ergibt überaus interessante Erkenntnisse:
- Der Goblin hat von Burg Cragmaw gehört! Er weiß, dass sie einst eine „Menschenfestung“ gewesen ist, die man wieder „flott“ gemacht habe. Ihre genaue Position kennt er leider nicht, aber er weiß, dass sie „mitten im Niewinterwald“ liegt. Er weiß ferner zu berichten, dass seine Befehle von Burg Cragmaw kamen.
- Sein eigenes Stammesgebiet liegt an anderer Stelle im Niewinterwald (im „mittleren Bereich des südlichen Waldesrand“). Sein Stamm wurde von Burg Cragmaw unterworfen und dient dieser jetzt. Anders als früher, erhalten sie jetzt ihre Anweisung von Orks aus den Tiefen des Waldes („Dinge haben sich geändert“). Diese hätten 2 von seinem Stamm getötet und damit gedroht, dass es ungehorsamen Goblins ähnlich ergehen würde (was wohl ein übliches Prozedere bei der Machtübernahme eines Goblinstammes ist).
- Die Orks hätten sie ausgerüstet und ihnen befohlen, Reisenden hier auf dem Drei-Eberpfad aufzulauern und sie gefangen zu nehmen oder zu töten. Dabei sollen sie primär nach Zwergen Ausschau halten. Es gebe mindestens einen weiteren Jagdtrupp wie den seinen. Gefangene Zwerge sollen zu einem Goblin-Versteck gebracht werden, welches zu Burg Cragmaw gehört. Nach seiner Beschreibung handelt es sich bei diesem Versteck um die Höhle, die wir bereits gesäubert haben. Ich kombinierte, dass dies Gundren und meinen anderen Vettern galt und der Plan bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgegangen ist.
- Wem die Orks dienen, ist ihm nicht bekannt. Die Orks hätten jedoch die Macht in Burg Cragmaw übernommen.
- Der Ork-Anführer wird „Naglusch“ genannt und sehe aus wie tot, war am verfaulen, aber gleichwohl am Leben. Er werde von 2 Grottenschraten begleitet.
- Es habe eine Zeit gegeben, in der vom Falcon-Anwesen eine tödliche Gefahr ausgegangen sei. Nun sei dies nur noch gelegentlich der Fall. Die Menschen seien Söldner geworden, die den Drei-Eberpfad hochgekommen sind.
- Die Goblins haben Pfade im Niewinterwald, an die sie sich halten, um den Gefahren zu entgehen. Zu den Gefahren gehören neben tödlichen Raubtieren und Raubvögeln insbesondere auch Irrlichter und die so genannte „Plage“, einer Ansammlung scheinbar lebender Äste, denen die Goblins konsequent aus dem Weg gehen.
- Der Niewinterwald habe sich vor ca. 1 Jahr verändert: Seitdem spüre man, dass ein Wesen mit einer unheimlichen Macht sich hier eingenistet habe.
Wir lassen den Goblin laufen und schärfen ihm ein, dass er seinem Stamm den Rücken kehren soll, wenn er nicht als Verräter von ihm gerichtet werden will.
Weniger Kilometer bevor wir die Goldmine erreichen finden wir eine Gruppe von toten Orks, die vor ca. 3 Tagen an den Folgen extremer (und vermutlich magischer) Kälte gestorben sein müssen. Könnte es sein, dass dies das Werk eines Eisdrachens gewesen ist?
Als wir die Goldmine letztendlich erreichen, erwarten uns am Eingang zwei Überraschungen:
1. Die Eingangstür ist für einen Mineneingang höchst ungewöhnlich: Sie ist aus massivem Eichenholz, 20cm dick, mit Eisenverstrebungen verstärkt und mit einem Schloss zum Zuschließen gesichert. Wer sich hier einschließt, ist schwer nur schwer zu stören.
2. Vor der Eingangstür hielten 2 weibliche Werratten Wache. Sie machten keine Anstalten uns anzugreifen, vielmehr berichteten sie auf Nachfrage freimütig, wenn auch einsilbig, dass die früheren Minenbewohner großteils geflohen oder tot (weil im Kampf gestorben) sind. Sie laden uns ein, einzutreten und mit ihrer Anführerin zu sprechen. Bei Letzterer handelte es sich um eine Menschen Frau mit einer großen Narbe im Gesicht. Sie stellt sich als Zeleen Varnaster vor und behauptet, dass die Goldmine zu ihrem Territorium gehöre und sie sie sich von den Minenarbeitern lediglich zurückgeholt hätten. Zu ihren Truppen gehören neben einer Reihe von Werwesen auch Riesenratten. Sie erzählt, dass viele Minenarbeiter „überzeugt“ werden konnten, die Mine zu verlassen, andere seien im Kampf gefallen, wieder andere hätten sich in den Tiefen der Mine verschanzt. In den Tiefen lauern laut Zeleen große Gefahren, z.B. Werwesen, die nicht zu ihren Leuten gehören und eine Kreatur, die sich durch Stein fressen könne (sie meinte ganz offensichtlich einen so genannten „Aaskriecher“, auch wenn sich diese nur durch Erdreich fressen können).
Wir vermögen nicht einzuschätzen, wer in diesem Konflikt im Unrecht ist (und wer gegebenenfalls die älteren Rechte hat – die Mine in dieser Form gehört dem Konsortium erst seit 2 oder 3 Jahren). Deshalb tun wir uns schwer, in diesem Konflikt Partei zu ergreifen (auch wenn wir es verurteilen, dass Zeleens Leute Minenarbeiter bei der Eroberung getötet haben, was diese freimütig und scheinbar ohne Schuldbewusstsein einräumt, vermeintlich weil sie sich im Recht wähnt). Das Schicksal der überlebenden Bergleute kümmert uns jedoch und so lasse ich mich zu dem Vorschlag hinreißen, die Bergleute friedlich zum Abzug zu bewegen und sie sicher nach Phandalin zu geleiten. Raskin protestiert darauf energisch und besteht darauf, dass die „Besetzer“ aus der Mine entfernt werden, egal wie. Er „droht“ für den Fall, dass wir uns weigern sollten damit, dass der Bürgermeister von Phandalin dies den Fürsten von Niewinter berichten werde, wir dann mächtige Feinde bekommen würden und uns entsprechendes Ungemach drohe. Die meisten von uns, insbesondere aber Baris und Reela, reagieren ungehalten auf diese Drohung. Wir betonen, nicht in Diensten Niewinters zu stehen und keinerlei Verpflichtung eingegangen zu sein, die es rechtfertige anzunehmen, dass wir uns zu einer gewaltsamen Intervention für das Minen-Konsortium verpflichtet sind, vielmehr habe sich unser Auftrag darauf beschränkt, Raskin zur Mine zu bringen, und diesen Auftrag hatten wir pflichtgemäß zu Ende gebracht. Raskin bietet uns dessen ungeachtet 50 Goldmünzen pro Kopf, wenn wir die Mine erfolgreich geräumt bekommen würden.
Wir erbitten Bedenkzeit und hören uns zunächst das vermeintliche Gegenangebot der Dame Zeleen an: Zu unserer Überraschung erklärt sie bereits zu sein, die Goldmine mit ihren Truppen zu räumen. Im Gegenzug müssten wir jedoch zuvor erfolgreich eine Mission für sie erledigen, indem wir ihre alte Heimat, , aus der sie von Orks vertrieben worden sei (konkret gemeint war die Ruine einer früheren Befestigung, die zu der Stadt Connyberry gehörte) von eben diesen Orks wieder befreien und ihr so eine Rückkehr ermöglichen. Einen Beweis für die Befreiung verlangt sie von uns nicht, vielmehr werde ihr unser Wort ausreichen, wie sie beteuert. Wohl wissend, dass es im Bereich des Möglichen liegt, dass sie uns betrügen will und vielleicht gedenkt, ihren Teil der Abmachung nicht einzuhalten, nehmen wir das Angebot letztendlich an, auch weil wir in den Orks gemeinsame Feinde (und den Gegenstand einer unserer anderen Missionen für Phandalin) wähnen. Raskin und Reela sind davon nicht begeistert, stimmen aber letztendlich zu. Raskin beschließt uns zu begleiten, nachdem wir eine Nacht im Minenvorraum genächtigt haben.