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Allgemein / Antw:Talent Präzisionsschlag
« Letzter Beitrag von Darth Ultra am 16. September 2026, 15:09:33 »
Vielen lieben Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!! :)

Das hat wirklich sehr geholfen und jetzt ist es in meiner Star Wars Rollenspiel Community verständlich für alle (sind ca. 50 Spieler mit mir als GM).

Liebe Grüße  :)
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Allgemein / Antw:Talent Präzisionsschlag
« Letzter Beitrag von Marco am 16. September 2026, 13:45:47 »
Ja, Unverwüstlich wirkt auch dann, wenn die Kritische Verletzung zuvor durch Präzisionsschlag festgelegt wurde.

Die Reihenfolge ist dabei:
  • Der Angreifer verursacht eine Kritische Verletzung.
  • Er verwendet Präzisionsschlag und bestimmt damit eine passende Kritische Verletzung.
  • Anschließend darf der Getroffene Unverwüstlich anwenden und das Ergebnis um 10 pro Rang in Unverwüstlich reduzieren, bis zu einem Minimum von 1.
Das ergibt sich zunächst aus den beiden Talentbeschreibungen:

Präzisionsschlag (Precision Strike):
Wenn der Charakter mit einer Handgemenge-, Nahkampf- oder Lichtschwertwaffe eine Kritische Verletzung verursacht, kann er 1 Erschöpfung erleiden und das Ergebnis auf eine beliebige Kritische Verletzung der Schwierigkeit „Leicht“ ändern.

Unverwüstlich (Durable):
Der Charakter darf das Ergebnis einer Kritischen Verletzung, die er erleidet, pro Rang in Unverwüstlich um 10 reduzieren, bis zu einem Minimum von 1.

Entscheidend ist aber, dass genau das Zusammenspiel dieser Talente seinerzeit direkt bei Fantasy Flight Games nachgefragt wurde.

Am 15.11.2017 veröffentlichte der Nutzer Nightone im damaligen offiziellen FFG-Forum eine Antwort von Sam Stewart, RPG Manager bei Fantasy Flight Games. Die Anfrage nannte ausdrücklich Durable/Supreme Armor Master gegen Precision Strike.

Sam Stewart antwortete:
Zitat
„Anything that sets a specific Critical simply replaces the Critical Injury roll. […] Then Durable or similar abilities kick in and modify that result.“

Sinngemäß auf Deutsch:

Alles, was eine bestimmte Kritische Verletzung festlegt, ersetzt zunächst den normalen Wurf auf die Kritische Verletzung. Danach greifen Unverwüstlich oder vergleichbare Fähigkeiten ein und verändern dieses Ergebnis.

Damit ist die Reihenfolge meines Erachtens eindeutig geklärt:

Präzisionsschlag → Kritisches Ergebnis festlegen → Unverwüstlich → Ergebnis reduzieren.

Für das genannte Beispiel bedeutet das:

Der Angreifer benutzt Präzisionsschlag und wählt die Kritische Verletzung im Bereich 31–35.

Besitzt das Ziel Unverwüstlich 1, wird dieses Ergebnis anschließend um 10 reduziert:

31–35 → 21–25

Damit erhält das Ziel nicht mehr die Kritische Verletzung aus dem Bereich 31–35, sondern diejenige aus dem Bereich 21–25.

Bei Unverwüstlich 2 würde entsprechend gelten:

31–35 → 11–15

Der Spieler mit Präzisionsschlag kann also durchaus festlegen, welche Kritische Verletzung er zunächst verursacht. Diese Auswahl ist aber nicht gegen spätere Modifikationen geschützt. Unverwüstlich greift ausdrücklich danach ein.

Auch die Frage, ob der Verteidiger Unverwüstlich erst nach der Auswahl durch Präzisionsschlag anwenden darf, würde ich daher mit Ja beantworten. Erst wird das Ergebnis durch Präzisionsschlag festgelegt, danach wird es durch Unverwüstlich verändert.

Quelle zur Regelauskunft:
FFG Forum Archive, „FFG Developer Answered Questions“, Seite 14, Beitrag von Nightone vom 15.11.2017. Darin ist sowohl die konkrete Regelfrage als auch die Antwort von Sam Stewart, RPG Manager bei Fantasy Flight Games, wiedergegeben.

Da das ursprüngliche FFG-Forum inzwischen nicht mehr online ist, ist die damalige Diskussion heute über das FFG Forum Archive erhalten.

Link:
FFG Developer Answered Questions

Kurz gesagt:

Präzisionsschlag umgeht Unverwüstlich nicht. Unverwüstlich wird nach Präzisionsschlag angewendet.


[EDIT]
Ich habe die genaue Linkposition der Quelle eingefügt.
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Allgemein / Talent Präzisionsschlag
« Letzter Beitrag von Darth Ultra am 16. September 2026, 13:10:41 »
Hallo Leute,

wir spielen ja jetzt schon seit einigen Jahren. Am Wochenende ist erstmals eine Frage aufgekommen, über die gerade diskutiert wird.

Beim Talent Präzisionsschlag kann man sich ja eine Kritische Wunde aussuchen, die man zufügt.

Die Frage ist nun, ob dort das Talent Unverwüstlich entgegenwirkt?

Beispiel: Spieler X sagt, dass er die Krit 31-35 ausgelöst wird. Der Gegner ist dadurch handlungsunfähig und kann nicht mehr angreifen. Darf der Gegner jetzt, nachdem die Krit ausgewählt wurde, preisgeben, dass er Unverwüstlich hat, um damit die Zahl zu senken?
Oder aber ist die Krit festgelegt durch Präzisionsschlag und da lässt sich nichts dran rütteln?

Danke schonmal für eure Meinungen und Hilfe!

Liebe Güße
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Austausch / Antw:Neuauflage Star Wars (deutsch)
« Letzter Beitrag von oth3llo am 30. August 2026, 08:57:08 »
Auf der Asmodee Seite steht für das Grundregelwerk und Spielleiterset Ende Q3 2026.
Bleibt abzuwarten, ob sie die Deadline wirklich einhalten können.
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Austausch / Antw:Neuauflage Star Wars (deutsch)
« Letzter Beitrag von Birnikuma am 17. Juli 2026, 12:35:23 »
Hallo zusammen, und danke an Marco und alle anderen für die vielen Infos hier.
Der Thread war für mich echt Gold wert!

Ich wollte mal ein kleines Update aus meiner aktuellen Endkundensicht beisteuern:
Ich habe das Einsteigerset inzwischen tatsächlich erhalten, bestellt bei einem deutschen Online-Händler, der die Ware wiederum über einen anderen Großhändler bezogen hat, nicht direkt über Ulisses. Meine Gruppe und ich freuen uns jedenfalls riesig, zumindest mit dem Einsteigerset schon mal in die Galaxie eintauchen zu können.

Kleine Nebeninfo am Rande: Das der Box beiliegende Regelheft trägt als eingedrucktes Druckdatum bereits September 2025. Hat also alles etwas gedauert, bis es dann tatsächlich bei uns ankam.

Was mich allerdings mild irritiert, ist die „Nicht-Veröffentlichungspolitik" seitens Ulisses. In der deutschen Verpackung liegt ein Zettel mit Link auf die Edge-Studios-Seite, von der man auf eine englische, französische und deutsche Unterseiten kommt. Die deutsche verlinkt aber schlicht auf den Ulisses-Downloadbereich. Findbar ist dort zum Star Wars RPG nur etwas, wenn man aktiv per Suchleiste danach gräbt (dann tauchen ein paar PDFs auf (Errata, Charakterbögen, zwei Mini-Abenteuer)). In den offiziellen Produktlinien taucht das System aber nirgends mehr auf, und auch im F-Shop von Ulisses findet man zum Franchise nichts.

Interessant fand ich die Rückmeldung meines Händlers: Er konnte mir ebenfalls keine genauen Infos geben, weil Ulisses auf E-Mail-Anfragen kaum bis gar nicht reagiert habe. Er habe zudem von anderen Shops gehört, dass Ulisses bei Resellern in puncto Infos und Service keinen guten Ruf genieße.

Weil der deutsche Vertrieb offenbar nicht viel weiterhelfen kann, will ich mich jetzt mal nett direkt an Edge Studios wenden und fragen, was deutsche Spieler künftig erwarten dürfen. Falls dabei was Brauchbares herauskommt, poste ich es hier natürlich!
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Star Wars: Rollenspiel / Antw:Sklaverei
« Letzter Beitrag von BothanSpy am 12. Juli 2026, 11:47:53 »
Vielen Dank für deinen reichhaltigen Input. Klasse Ansätze dabei.

Ja es ist durchaus als längere Unterwelt-Kampagne angedacht. Den Spielern soll früh klar werden, es bringt nichts die Crew von Frachter XY auszuschalten und die 20 Sklaven zu befreien, sondern tiefer in das Netzwerk vorzudringen.

Auch möchte ich vermittlen, dass dieses Bündnis sich gerade erst etabliert. Also es besteht erstmal nur aus einem Hutten-Clan und einer Gruppe von Rodianern, welche so die Drecksarbeit machen. Zeit (Monate) vergeht, die Zygerrianer treffen zu Verhandlungen ein. Etwas Zeit (Wochen) vergeht, ein Trandoshaner-Stamm wird zusätzlich angeheuert. Alle jagen und handeln mit Sklaven, die Trandoshaner bringen zusätzlich noch ihre Expertise mit Bestien ein. (Vll betreiben sie ja organisierte Safaris? Der gelangweilte Bürokrat aus den Kernwelten, mietet sich eine Woche jagen mit den Trandoshanern und anderen Kunden. Dort kann er sich mal mächtig fühlen und einem, in die Enge getriebenen, Reek, in den Kopf blastern).

Wenn die Gruppe eh schon dabei ist dieses 'frische' Sklaven-Netzwerk unter die Makro-Luoe zu nehmen, wäre es natürlich sehr praktisch, wenn sie früh auf den Trichter kommen, Beweiße zu sammeln. Bei Aktion 1) infiltrieren sie eine Anlage; Aktion 2) sie treten als eine Gruppe Jäger auf, bei einer Auktion; Aktion 3) sie geben vor Sklaven kaufen zu wollen; Aktion 4) sie nehmen selbst an einer Safari der Trandoshaner teil; Aktion 5) sie spinnen Intrigen mit anderen Clans/Syndikaten.

Aber, um den Faden mit den Beweißen nicht zu verlieren, ich mag deine Idee mit der 'Gerichtsverhandlung' sehr.
Sie waren so clever und haben Beweiße gesammelt. (Ladelisten, Routenverzeichnis, Kamera-Aufzeichnungen, ein Holo-Gespräch, einen/mehrere Zeugen der Sklaven, einen Zeugen der bestochen wurde). Nun ist es an der Gruppe, WEM die Beweiße übergeben werden. Der aktuellen höchsten Institution der Galaxis? Dem Hutten-Rat, der zwar Bescheid wusste, aber nicht, wie viele Credits an ihnen vorbei flossen? Einem verfeindeten Clan/Syndikat?
Den finalen Boss-Kampf kann es ja trotzdem geben. ZB kann der Zygerrian 'Architekt auf einer Fregatte entkommen sein.

Auch die Prämisse mit, ''es sind Sklaven an Bord des Schiffs, passt auf worauf ihr schießt'', hatte ich so gar nicht auf dem Schirm... das ist echt clever. Sie würden gerne den Torpedo abfeuern, aber es würde den Tot dutzender Sklaven bedeuten. Das geht tief.
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Star Wars: Rollenspiel / Antw:Sklaverei
« Letzter Beitrag von Marco am 07. Juli 2026, 14:24:21 »
Hallo zusammen,

ich finde den Aufhänger grundsätzlich ziemlich stark – gerade, weil er nicht auf die üblichen großen Star-Wars-Klischees wie Imperium, Sith, Jedi oder Superwaffe setzt. Das Thema passt sehr gut in den Hutten-Raum, denn dort kann man schön mit Unterwelt, Grauzonen, korrupten Abmachungen, Schmugglern, Kopfgeldjägern, lokalen Herrschern und moralisch fragwürdigen Deals arbeiten. Nal Hutta wird im offiziellen Material auch genau als ein von Hutten kontrollierter Ort beschrieben, weit weg vom Zugriff galaktischer Behörden und als Rückzugsraum krimineller Aktivität.

Auch die Zygerrianer passen als Partner sehr gut. Sie sind im offiziellen Star-Wars-Material klar mit einem alten Sklavenimperium verbunden, das nach dem Verbot der Sklaverei in republikanischem Raum in die Schatten gedrängt wurde; nach den Klonkriegen gibt es sogar wieder Bestrebungen, zu alten Machtstrukturen zurückzukehren.

1) Taugt das als Aufhänger?
Ja, absolut. Ich würde die „Prise“ aber nicht darin suchen, das Thema noch brutaler zu machen. Die eigentliche Bedrohung sollte nicht sein: „Es gibt einen Sklavenring.“ Die Bedrohung sollte sein: „Diese Leute bauen ein System, das Sklavenhandel schneller, unsichtbarer und politisch unangreifbarer macht.“

Das ist dann keine lokale Gangsterhandlung mehr, sondern ein Strukturplot.

Die Hutten bringen Geld, Routen, Bestechung, Häfen und politische Abschirmung ein. Die Zygerrianer bringen Erfahrung, Ideologie, alte Methoden, Personal und den Wunsch nach einer Rückkehr zu früherer Größe ein. Andere Syndikate schauen nicht nur weg, sondern profitieren indirekt: durch Schweigen, Durchlassrechte, falsche Frachtpapiere, Schutzgelder oder das Ausschalten unliebsamer Konkurrenz.

Wichtig wäre für mich: Nicht zu viel reale Logistik auswalzen. Das Thema ist heftig genug. Am Spieltisch würde ich den Fokus auf Spuren, Entscheidungen, Rettung, Sabotage, Verrat und Machtstrukturen legen – nicht auf ausgespieltes Leid. Opfer sollten nicht nur Kulisse sein, sondern eigene Stimmen, Namen, Ziele und vielleicht sogar eigene Pläne haben.

Eine gute zusätzliche Würze wäre: Die „Revolution“ des Sklavenhandels ist keine Superwaffe, sondern ein Netzwerk. Ein Register. Eine verschlüsselte Fracht- und Besitzdatenbank. Ein System aus Scheinfirmen, gekauften Raumhäfen, falschen Transponderketten und „legalisierten“ Schuldverträgen. Der Kopf der Schlange ist dann nicht nur ein einzelner Hutt, sondern die Infrastruktur dahinter.

2) Wie könnte man das als Kampagne aufziehen?
Ich würde das in ungefähr sechs Abschnitten aufbauen:

Prolog – Die erste falsche Fracht
Die Gruppe stolpert nicht sofort über den ganzen Ring, sondern über etwas Kleines: ein verschwundener Transport, ein defekter Astromech mit gelöschtem Speicher, ein befreiter Gefangener, eine Leiche mit einem Huttensiegel, ein Notruf aus einem Frachtraum oder ein Auftrag, der zunächst harmlos wirkt. Vielleicht sollen die Helden nur eine Fracht zurückholen – und merken dann, dass die Fracht lebt.

Das funktioniert besonders gut für neutrale Charaktere. Sie müssen nicht sofort edle Befreier sein. Am Anfang geht es um Bezahlung, Ärger mit einem Auftraggeber, eine offene Schuld, eine beschädigte Route oder einen verschwundenen Kontakt. Erst später begreifen sie, wie groß und hässlich die Sache wirklich ist.

Kapitel 1 – Spuren im Raumhafen
Die Gruppe untersucht Schmuggler, Hafenmeister, gefälschte Frachtdaten, korrupte Zöllner, Söldner und Zwischenhändler. Hier sollte es mehrere Wege geben: Gewalt, Bestechung, Einschüchterung, Hacking, verdeckte Ermittlungen, Undercover-Arbeit oder Kontakte in der Unterwelt.

Am Ende finden sie keinen Endboss, sondern eine Einladung: eine Auktion, ein Jagdvertrag, ein Huttengelage oder ein Treffen auf einem neutralen Mond.

Kapitel 2 – Der Huttensumpf
Jetzt geht es nach Nal Hutta, Nar Shaddaa oder zu einem abgelegenen Hutt-Stützpunkt. Die Gruppe bekommt die ganze Hässlichkeit der Unterwelt zu sehen: Luxus oben, Dreck unten. Huttenpolitik sollte hier eine große Rolle spielen. Nicht alle Hutten müssen beteiligt sein. Einige profitieren, andere fühlen sich übergangen, wieder andere wollen das Bündnis zerschlagen, weil es ihre eigenen Geschäfte bedroht.

Das erlaubt schöne Grauzonen: Ein rivalisierender Hutt kann ein nützlicher Auftraggeber sein, ohne deshalb ein guter Charakter zu sein.

Kapitel 3 – Die Maske
Die Gruppe muss infiltrieren. Vielleicht als Käufer, Kopfgeldjäger, Schmuggler, Techniker, Leibwächter oder Gladiatorenlieferanten. Hier kann man sehr schön Star-Wars-typisch spielen: falsche Identitäten, ein Festmahl, ein Casino, eine Arena, ein schwimmender Palast, ein Markt unter giftigem Regen oder ein alter Tempel, der zur Hutt-Festung umgebaut wurde.

Wichtig: Die Helden sollten hier nicht einfach alles sprengen können. Sie brauchen Beweise, Zugangscodes, Namen, Transponderdaten oder eine Liste der beteiligten Familien. Wenn sie zu früh losschlagen, retten sie vielleicht zwanzig Gefangene – aber der Ring verschwindet und taucht woanders wieder auf.

Kapitel 4 – Die Jagd der Trandoshaner
Jetzt kommen die Trandoshaner ins Spiel. Nicht als einfache Schläger, sondern als Spezialisten für „exotische Beute“. Sie jagen Wookiees, seltene Spezies, gefährliche Bestien, entlaufene Gefangene oder sogar Droiden mit besonderer Programmierung.

Das kann ein sehr starkes Action-Kapitel sein: Dschungelmond, Säuremoor, Wrackfeld, Eisplanet, verlassener Vergnügungspark, Mond mit tödlicher Fauna. Die Gruppe muss entweder selbst gejagt werden oder eine Jagd sabotieren. Hier passt ein Kampf gegen eine Bestie sehr gut – aber idealerweise mit Twist: Die Bestie ist nicht der eigentliche Feind, sondern ebenfalls Opfer des Systems. Die Helden können sie töten, beruhigen, befreien oder gegen die Jäger wenden.

Kapitel 5 – Das Herz der Kette
Die Helden finden die eigentliche Drehscheibe: ein versteckter Umschlagplatz, eine mobile Raumstation, ein alter zygerrianischer Frachterverband, ein Asteroidenhafen oder eine Fabrik auf einem Mond im Hutt-Raum. Zygerrianische Sklavenschiffe sind im offiziellen Material als robuste Frachter beschrieben, deren Laderäume für lebende Fracht umgebaut werden können.

Hier sollten mehrere Ziele gleichzeitig laufen:

Die Gefangenen befreien.
Die Daten sichern.
Die Sicherheitskräfte ablenken.
Die Fluchtwege öffnen.
Den Hauptschuldigen stellen.
Verhindern, dass die ganze Anlage mit allen Zeugen vernichtet wird.

Das ist ein guter Punkt für geteilte Aufgaben: Ein Teil kämpft, ein Teil hackt, ein Teil evakuiert, ein Teil verhandelt oder hält eine Rampe offen.

Kapitel 6 – Der Kopf der Schlange
Das Finale sollte nicht nur „Bosskampf gegen Hutt“ sein. Hutten sind oft am stärksten, wenn sie nicht selbst kämpfen müssen. Der eigentliche Endkampf könnte ein Huttengericht, eine Auktion, ein Syndikatsgipfel, eine Verratsverhandlung oder eine Flucht durch einen brennenden Palast sein.

Die Helden müssen entscheiden, wie sie gewinnen:

Töten sie den sichtbaren Kopf?
Übergeben sie Beweise an die Neue Republik, Republik, Rebellen, Jedi, Black Sun oder einen rivalisierenden Hutt?
Spielen sie die Huttenfamilien gegeneinander aus?
Zerschlagen sie das Netzwerk oder übernehmen sie Teile davon als Druckmittel?
Retten sie zuerst die Gefangenen oder jagen sie den Anführer?

Gerade für neutrale Charaktere ist das spannend. Sie können am Ende nicht mehr so tun, als ginge sie das alles nichts an.

3) Star-Wars-typische Momente
Ich würde unbedingt folgende Szenen einbauen:
  • Eine Verfolgungsjagd durch einen überfüllten Raumhafen, mit Lastendroiden, Repulsorkarren, Marktständen und startenden Frachtern.
  • Eine Cantina-Szene, in der der Kontaktmann bereits tot ist oder für die Gegenseite arbeitet.
  • Eine Undercover-Auktion mit Hutten, Zygerrianern, Söldnern, Droidenhändlern und Kopfgeldjägern.
  • Einen Raumkampf gegen Frachter und Eskortjäger, bei dem die Helden nicht einfach alles zerstören dürfen, weil Gefangene an Bord sind.
  • Eine Infiltration einer feindlichen Basis mit Wartungsschächten, falschen ID-Codes, Droidenpatrouillen und einem Countdown.
  • Eine Arena- oder Jagdszene, in der eine Bestie nicht nur Monster, sondern Teil des moralischen Problems ist.
  • Eine Szene auf einer Hutt-Barke oder einer schwimmenden Plattform über Sumpf, Säuresee oder Lavagräben.
  • Einen Moment, in dem ein befreiter Gefangener selbst entscheidend hilft – etwa durch Ortskenntnis, Sabotage oder den Mut, gegen einen Peiniger auszusagen.
  • Einen klassischen Verrat: Der Hutt-Auftraggeber der Gruppe war nicht unschuldig, sondern wollte nur seine Konkurrenz ausschalten.
  • Ein Finale mit Explosionen, startenden Schiffen, offenen Hangartoren, Alarmlichtern, entkommenen Bestien und einem Hutt, der versucht, sich in einer gepanzerten Rettungskapsel abzusetzen.
Mögliche Wendungen
Eine schöne Wendung wäre, dass der „Kopf der Schlange“ nicht der größte Hutt ist, sondern ein zygerrianischer Architekt des Systems. Der Hutt ist nur Investor, Gesicht und politischer Schutzschirm. Der Zygerrianer glaubt wirklich, er baue das alte Imperium neu auf.

Oder umgekehrt: Die Zygerrianer glauben, sie benutzen die Hutten – aber der Hutt hat längst alle Daten, Routen und Kontakte kopiert und will die Zygerrianer am Ende beseitigen.

Noch besser: Ein rivalisierender Hutt hilft den Helden, aber nur bis zu dem Punkt, an dem das Netzwerk zerstört wird. Dann versucht er, die Daten selbst zu behalten. So stehen die Helden am Ende vor der Frage: Wem kann man in der Unterwelt überhaupt trauen?

Für neutrale Charaktere
Ich würde den Einstieg nicht über Moral erzwingen. Neutrale Charaktere kann man besser packen über:

Schulden bei einem Hutt.
Ein gestohlenes Schiffsteil.
Ein verschwundener NSC-Kontakt.
Ein Auftrag, der plötzlich kippt.
Eine Belohnung für einen bestimmten Datensatz.
Einen Rivalen, der sie reinlegen will.
Eine Fracht, die nicht das ist, was sie sein sollte.

Die Moral kommt dann aus dem Spiel heraus. Erst ist es ein Job. Dann wird es persönlich. Dann wird es eine Entscheidung.

Mein Fazit
Der Plot taugt sehr gut, wenn du ihn nicht als „Sklavenhändler der Woche“ spielst, sondern als Unterweltkampagne mit wachsender Tragweite. Die Helden sollen merken: Wenn sie nur einen Transport stoppen, ändert sich nichts. Wenn sie nur einen Hutt töten, rückt der nächste nach. Sie müssen Informationen sammeln, Bündnisse nutzen, Gefangene retten, Fraktionen gegeneinander ausspielen und am Ende das System selbst treffen.

Das wäre für mich Star Wars: dreckige Unterwelt, moralische Entscheidungen, große Action, fremde Welten, zwielichtige Verbündete, widerliche Schurken – und am Ende eine Explosion im Hangar, während irgendwo ein Hutt wütend brüllt.
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Star Wars: Rollenspiel / Deutsches Errata-Dokument
« Letzter Beitrag von Marco am 07. Juli 2026, 14:05:59 »
Ich habe alternativ das Dokument hier hochgeladen!

Download der Errata vom 09.01.2026.
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Dokumente / ARdI - Diverses Material - Errata (Stand 09.01.2026)
« Letzter Beitrag von Marco am 07. Juli 2026, 13:45:58 »
Diverses Material (Errata 09.01.2026)

Art:Info-Dokument
Sprache:deutsch
Seitenzahl:2
Inhalt:Eine Sammlung aller bekannten Fehler und entsprechender Korrektur, welche in den einzelnen Büchern der System-Reihe aufgekommen sind.

Hinweis
Manchmal fallen erst nach dem Druck Fehler auf. Für eine Korrektur hat Ulisses die Fehler in dem angegebenen Buch behoben und die Seiten als PDF veröffentlicht.

Download von "Errata 09.01.2026" (Serverstatus: ok)
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Star Wars: Rollenspiel / Antw:Deutsches Errata-Dokument
« Letzter Beitrag von Phoenix1410 am 03. Juli 2026, 10:51:59 »
Ja, Dankeschön ^^
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