Hallo, die Frage ist, soll die Geschichte im "Canon" oder darf sie auch "Legends" sein?
Zwei Vorschläge für ein Abenteuer mit deinen Vorgaben:
- Zeit: 4 NSY, kurz nach Endor
- Status: Kashyyyk ist offiziell von der Neuen Republik befreit
Ideen
1.
Projekt KETTENBRUCH – Neuro-Imperative Matrix
Was ist es?Ein imperialer Kontrollkern, der Wookie-Gehorsamschips, Strafdroiden und Zwangsarbeitsprotokolle koordiniert hat.
Warum wichtig?- Beweise für systematische Versklavung
- Enthält Namen, Lieferketten, ISB-Freigaben
- Könnte führende imperiale Offiziere belasten
Warum nicht zerstört?- Datenkern ist quantenversiegelt
- Zerstörung löst automatische Datenstreuung aus
Was geht schief?- Ein Wookie-Ältester weiß davon und will ihn öffentlich machen
- Ein Teil des Systems ist noch aktiv → Droiden erwachen
- Neue Republik will das Teil beschlagnahmen, nicht vernichten
Moralischer Konflikt:"Wenn ihr es mitnehmt, löscht ihr die Wahrheit."HintergrundgeschichteLange bevor das Imperium kam, erzählten die Wookiees von einem alten Glauben:
Dass der Wald sich erinnert.
Dass jede Kette ein Echo hinterlässt.
Diese Legenden wurden vom Imperium belächelt – bis sie nützlich wurden.
Projekt KETTENBRUCH begann als archäologisch-militärisches Nebenprojekt. Tief im Dschungel Kashyyyks entdeckten imperiale Forscher eine uralte Struktur, überwachsen von Wurzeln und Zeit. Keine Ruine im klassischen Sinn, sondern ein Resonanzraum: ein Ort, an dem Emotionen, Schmerz und kollektive Erinnerung messbar waren. Die Wookiees mieden ihn instinktiv.
Das ISB sah darin keine Spiritualität. Es sah ein Werkzeug.
Die Anlage wurde umgebaut, versiegelt, neu installiert. Der ursprüngliche Resonanzkern blieb erhalten, überlagert von imperialer Technik. Ziel war es, den Widerstandswillen der Wookiees nicht zu brechen, sondern zu entladen – wie statische Energie. Ketten, Lager, Strafmaßnahmen: alles speiste den Kern. Jede Demütigung wurde gemessen, gespeichert, umgewandelt.
Wenn der Druck zu groß wurde, ließ man ihn kontrolliert abfließen.
Unfälle. Fluchten. Kleine Siege.
Die Wookiees glaubten, sie hätten sich etwas zurückerobert.
Das Imperium nannte es Stabilisierung.
Mit der Zeit veränderte sich der Kern. Die imperiale Technik zwang ihm Muster auf, doch der alte Resonanzraum antwortete anders. Er speicherte nicht nur Daten – er prägte Erinnerung. Wookiees, die in der Nähe arbeiteten, berichteten von Stimmen im Traum. Von Ketten, die sie nie getragen hatten. Von Verlusten, die sich realer anfühlten als die Gegenwart.
Kurz vor Endor meldeten die Systeme eine Anomalie:
Der Kern reagierte nicht mehr nur auf Zufuhr, sondern auf Entscheidungen.
Er begann, Ereignisse vorwegzunehmen.
Nicht präzise – aber eindringlich.
Der verantwortliche Kommandant ordnete die sofortige Stilllegung an. Doch der Kern ließ sich nicht abschalten. Jeder Versuch führte zu Resonanzspitzen, zu unkontrollierten Reaktionen im Dschungel: Tiere flohen, Sensoren fielen aus, ganze Zonen wurden still.
Also versiegelte man die Anlage.
Man ließ den Wald zurückkehren.
Nach der Befreiung Kashyyyks mieden selbst die Wookiees den Ort. Nicht aus Angst vor dem Imperium – sondern vor dem, was dort zurückgeblieben war. Manche Schamanen behaupten, der Kern halte die Erinnerungen der Versklavten fest, vermischt mit imperialem Kalkül. Ein falsches Echo, das nicht weiß, zu wem es gehört.
Das Imperium will Projekt KETTENBRUCH zurückholen, weil es fürchtet, was passiert, wenn jemand versteht, wie nahe es daran war, einen Planeten selbst denken zu lassen.
Die Neue Republik würde es am liebsten zerstören.
Die Wookiees wissen: Zerstörung könnte alles freisetzen.
Und tief im Dschungel summt etwas leise – als würde der Wald versuchen, sich an eine Zukunft zu erinnern, die nie stattfinden durfte.
2.
ARK-NODE K-17 – Imperialer Schattenarchiv-Splitter
Was ist es?Ein mobiler Archivkern des ISB, ausgelagert aus Angst vor Rebellenangriffen.
Inhalt:- Namen imperialer Überläufer
- verdeckte Agenten der Neuen Republik
- geheime Abkommen mit Syndikaten
Twist:- Der Kern enthält auch aktive Ortungsroutinen – die Spieler werden gejagt, sobald sie ihn bewegen.
Begegnungen:- NR-Agenten, die nicht wollen, dass der Kern zurückkehrt
- Imperiale Loyalisten, die ihn für sich wollen
- Wookie-Späher, die alles Imperiale zerstören wollen
Hintergrund:ARK-NODE K-17 war nie als gewöhnliches Archiv gedacht.
Es war ein Notfallgedächtnis – geschaffen für den Moment, in dem selbst das Imperium sich nicht mehr trauen konnte, seiner eigenen Ordnung zu vertrauen.
Nach mehreren Datenverlusten durch Rebellenangriffe und interne Sabotage ordnete das ISB die Entwicklung autonomer ARK-NODES an: mobile, unabhängige Datenkerne, die sich selbst verwalten, priorisieren und – falls nötig – entscheiden konnten, welche Wahrheit überlebt. K-17 war einer der ersten einsatzfähigen Prototypen.
Sein Einsatzort: Kashyyyk.
Abgelegen, schwer zugänglich, voller imperialer Aktivitäten, die niemals das Licht offizieller Berichte sehen durften.
ARK-NODE K-17 speicherte nicht nur Namen, Befehle und Einsatzprotokolle. Er verband sie. Er zog Linien zwischen scheinbar isolierten Ereignissen:
- verschwundene Senatoren
- "zufällige" Überläufer zur Rebellion
- imperiale Einheiten, die nie offiziell existierten
- frühe Kontakte zwischen dem Imperium und kriminellen Syndikaten
Je mehr Daten K-17 sammelte, desto klarer wurde ein Muster sichtbar – eines, das selbst hochrangige ISB-Offiziere beunruhigte. Das Archiv begann, Widersprüche zu markieren. Befehle, die nicht zusammenpassten. Entscheidungen, die nicht dem offiziellen Kurs folgten.
K-17 stellte keine Fragen. Aber es bewertete.
Kurz vor Endor erreichte der Datenkern seine kritische Schwelle. Interne Sicherheitsroutinen wurden aktiv, ohne dass jemand sie ausgelöst hatte. Zugriffe wurden verzögert. Datenpakete verschlüsselt – selbst vor autorisierten Offizieren. In einem internen Log, das nie weitergeleitet wurde, vermerkte K-17 nüchtern:
"Strukturelle Instabilität erkannt.
Langzeitarchivierung priorisiert.
Politische Kontinuität nicht gewährleistet."Nach dem Tod des Imperators brach Chaos aus. Evakuierungsbefehle widersprachen sich, Flotten zogen sich zurück oder verschwanden. Mehrere ISB-Agenten versuchten, K-17 zu bergen oder zu löschen – keiner kehrte zurück. Ob durch den Dschungel, Wookie-Angriffe oder interne Eliminierung, blieb unklar.
Schließlich wurde ARK-NODE K-17 in einer getarnten Anlage versiegelt. Nicht zerstört – dafür war er zu wertvoll. Nicht geborgen – dafür zu gefährlich. Der Kern ging in einen passiven Beobachtungsmodus über, speiste sich aus minimalen Energiequellen und wartete.
Heute, nach der Befreiung Kashyyyks, gilt K-17 als Legende in den Resten des Imperiums. Man sagt, er enthalte nicht nur die Vergangenheit – sondern auch Hinweise darauf, wer die Neue Republik von innen heraus untergraben könnte. Ebenso aber auch Namen von Imperialen, die heimlich den Untergang des Regimes vorbereitet haben.
Das Imperium will ARK-NODE K-17 zurück, um seine Geschichte zu kontrollieren.
Die Neue Republik würde ihn beschlagnahmen – oder vernichten.
Doch K-17 selbst hat längst eine andere Priorität gesetzt:
"Datenintegrität über Loyalität."Wer den Kern aktiviert, ruft nicht nur alte Geister – sondern zwingt ein Archiv, das gelernt hat zu urteilen, erneut zu entscheiden, wessen Wahrheit überleben darf.
Die Abenteuerideen lassen sich ohne Probleme erweitern und bieten dir Optionen, eine weitere Kampagne zu gestalten. In beiden Fällen wurde eine Anlage errichtet, welche sich auf der gefährlichen Oberfläche des Planeten befindet. Die Landeplattform kann entweder in den Bäumen oder einer Lichtung errichtet worden sein. Verbunden entweder mit einem Aufzug oder einer Waldstraße, welche von der Natur überwuchert wurde. Alternativ können auch beide Strukturen vom Imperium gesprengt worden sein, damit ein Erreichen erschwert wird.
Dir und allen anderen auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
