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Kaminzimmer => Abenteuer => Thema gestartet von: Sebastian am 15. April 2022, 13:36:01

Titel: Der epische Tod von "Giftfang", dem grünen Drachen (Spielrunde am 10.04.2022)
Beitrag von: Sebastian am 15. April 2022, 13:36:01
"Es begab sich in Donnerbaum ...

Wir waren zu Gast beim Druiden Reidoth, der uns viel offenbarte, aber auch vieles zu verschweigen schien ..., wie Baris bemerkte, als er einen verstohlenen Blick in die Chronik des Druiden riskierte, in der dieser Aufzeichnungen der lokalen Geschehnisse dokumentierte. In einer Randnotiz der Chronik hatte er vermerkt, dass der Vulkanausbruch vor 20 Jahren, der den Untergang von Donnerbaum und die Invasion der Untoten eingeläutet hatte, kein zufälliges Ereignis gewesen war. Auf Fragen hierzu reagierte er dann jedoch stammelnd und ausweichend. Es war offenkundig, dass er uns dazu nichts sagen wollte. Was verbirgt er? 

Kooperativer war Reidoth in Bezug auf Burg Cragmore:
- Er berichtete, dass Burg Cragmore Jahrhunderte alt ist und aus dem "alten Reich" stammt. Niewinter hatte die Burg also nicht errichtet, nutzte sie später jedoch. Dabei nahm die Burg eine wichtige Funktion ein, weil sie einen Pfad durch den Wald bewacht hat.
- Die Burg war ein massives Bauwerk und durch seine dicken Außenmauern, aber auch durch seine sich windenden Gänge leicht zu verteidigen. Heute ist sie eine Ruine. Doch die Gänge waren dem Druiden in der Vergangenheit gleichwohl noch immer zu gefährlich, um sich in sie hinein zu bewegen.
- Der Haupteingang der Burg liegt im Westen. Ein Hintereingang findet sich im Süden. Andere Eingänge bezeichnete der Druiden (vermutlich wegen der Einsturzgefahr) als tödlich gefährlich.
- Reidoth zeichnete in unserer Karte den Standort von Burg Cragmore ein, sowie zwei Eintrittspunkte in den Niewinterwald, die westlich und südöstlich von Cragmore liegen und die er uns zu nutzen riet, wenn wir dorthin wollten. Ich übernahm die Inhalte der Karte in großflächigen Stickereien auf der Innenseite meines "Umhangs vieler Moden".
- Zu den Gefahren auf dem Weg zur Burg führte Reidoth aus, dass Würgschlangen, Reptilien, Nachtschattenkatzen, Löwenjagdtiger und Eulenbären in den Wäldern lauern würden, ebenso wie die verschiedenen Plagenvarianten.
- Er riet uns darauf zu achten, im Wald leise zu sein (Geräusche würden Jäger anlocken) und auf dem Teil des Bodens zu bleiben, der von Laub bedeckt ist. Er warnte uns, dass der Wald auch am hellichten Tag erschreckend dunkel sei.

Die Säuberung von Donnerbaum
In einer alten Schmiede finden wir zwei Asche-Zombies, die uns verfolgten und denen wir letztlich zu ihrer ewigen Ruhe verhalfen. Dabei erwiesen sich die Verfluchten zuvor als besonders zäh und als Quelle von gefährlichen Giftwolken.

Wir gelangten zuvor bereits an einen Unterschlupf voller verrückter Tiamath-Kultisten, die Drachen verehren und eine Herrschaft dieser Bestien über die Reiche anstreben. Eine friedliche Kommunikation mit diesen Spinnern gestaltete sich schwierig (nachdem wir die Tür eingetreten hatten) und so kam es zu einem absehbaren Kampf. Mylady Eleonora nahm einen der Kultisten gefangen, um ihn zu verhören, doch bevor dies geschehen konnte, verspürte und vollstreckte Orthum Tyrs gerechten Zorn an dem Gefangenen. Dies führte zu gewissen "Irritationen" in der Gruppe, doch wer sind wir, den Willen der Götter zu hinterfragen?
 
Die gewünschten Informationen über die Kultisten, die peinlich genau darauf bedacht waren, keine Spuren zu hinterlassen, die Rückschlüsse auf ihre wahre Herkunft hätten erlauben können, fanden wir letztendlich in ihren Aufzeichnungen ..., ganz genau so, wie Orthum es von Anfang an vorhergesehen hatte.
Die Aufzeichnungen verrieten uns, dass die Kultisten dem weißen Drachen aus Richtung Dreieber gefolgt waren und dabei gesehen haben, wie er einen roten Drachen in der Luft gerissen hatte.

In einem der anderen Gebäude in Donnerbaum fanden wir später noch 2 Riesenspinnen, die sich dort eingenistet hatten. Grünfang behauptete später, es habe sich um Spione einer Halbschwester von ihm gehandelt (eine Lüge?). Wie dem auch sei, ein Blitz des Marthammor Duins machte den unerwünschten Arachnoiden schnell den Gar aus. Leider kamen wir dabei zu spät, um einen unglücklichen Elfen zu retten, den wir tot in der "Speisekammer" der Riesenspinnen fanden. Sein Gold und sein Heiltrank hatten ihm nichts genützt. Möge es uns in dieser Hinsicht besser ergehen.

Zurück beim Druiden studierten wir die Aufzeichnungen der Kultisten. Diese hatten den grünen Drachen aus sicherer Entfernung beobachtet und verängstigt auf eine Gelegenheit für einen gelungenen Erstkontakt gehofft. Dort stand auch geschrieben, dass der Drache kürzlich zur Jagd aufgebrochen und noch nicht zurückgekehrt war. Wir erwägten kurz, uns in seinem Hort zu verstecken, um ihm dort aufzulauern. Doch wir waren von den Kämpfen des Tages zu geschwächt und entschlossen uns deshalb, beim Druiden zu nächtigen, während wir Wester und Xanth mit den Pferden in der Schmiede unterbrachten.

In der Nacht kam "Grünfang" dann zurück in seinen Hort geflogen. Am Morgen machten wir uns auf, um ihn auszutricksen: Magnus wollte unbedingt mit Grünfang sprechen und so hatten wir geplant, ihm vom verletzten Kryowein und dessen vermeintlich wenig geschütztem Hort zu berichten, damit Grünfang gierig werden und dorthin fliegen würde, so dass die Biester sich gegenseitig den Gar ausmachen würden.

Giftfangs Ende
Orthum und ich schützten die Gruppe zur Sicherheit mittels unserer Wunder vor dem Gift des Drachen, was gut war ..., denn unser Plan schlug fehl: Der Drache sprach zwar mit Magnus (u.a. behauptete er, mit dem Druiden zu paktieren und von diesem närrische Abenteurer zum Verzehr geschickt zu bekommen) ..., aber nur um ihn und uns zu täuschen und uns unter fadenscheinigem Vorwand in seinen Hort zu locken, um dort mit uns leichtes Spiel zu haben. Dank des Weisheits-Segens Marthammor Duins durchschaute ich des Drachen List und konnte meine Gefährten warnen. Als es so dem Drachen nicht gelang, uns zu narren, geriet er ob dieser Tatsache in wilde Rage, die ihn unvorsichtig machte. In seinem Hochmut stellte er sich uns vor seinem Hort zum (Nah-)Kampf. Hierauf hatten wir nur gewartet: Sofort bedrängten wir ihn heldenhaft von allen Seiten. "Nein, das kann nicht sein!?", schrie Giftfang panisch wieder und wieder, als er seinen Fehler erkannte und auch sein Giftodem versagt hatte.

Magnus Magie geißelte des Drachen Leib,
Orthums heilige Flammen versengten den Körper des Ungetüms,
Baris Klingen (und Tritte) fanden ihren Weg zwischen seine Schuppen,
meine Streitaxt "Sturmbrecher" bohrte sich zerstörerisch in des Drachen Fleisch.
Doch all dies lenkte den Drachen nur ab und diente dem Zweck, Mylady Eleonora "in Position" zu bringen:
Mit zwei mächtigen Streichen versenkte sie ihr tödliches Schwert "Drachentöter" tief in das Herz der Bestie.

So getroffen, versuchte das verängstigte Monster zwar noch fliegend zu entkommen, doch sein Schicksal war bereits besiegelt und so stürzte er tödlich getroffen krachend in den Turm seines eigenen Horts. Bevor er sein Leben aushauchte, drohte er uns noch mit den anderen seiner Art, die angeblich auf ihn folgen würden.

Den süßen Geschmack des Sieges vermochte er uns jedoch auch hierdurch nicht zu verleiden.
Beflügelt durch ihren triumphalen Sieg sah die frischgebackene "Dragonslayer Company" zukünftigen Herausforderungen zuversichtlich entgegen ..."
Titel: Antw:Der epische Tod von "Giftfang", dem grünen Drachen (Spielrunde am 10.04.2022)
Beitrag von: Gerry am 15. April 2022, 17:26:22
Weyog Jesk Sultair

Das Ende des Giftfangs, vergebene Chancen, ein Schicksal des glorreichen Drachens.

Burg Cragmore, die Kultisten, die Aschezombies und das zurückhaltende Wesen des Druiden waren Themen, die Magnus nicht erreichten. Jedenfalls hoffte er, dass die Gruppe mit wachenden Blicken und aufmerksamen Gehör‘ alles aufnahmen, was von Belang war. Der Magier, der in schwarzem Leder, seinen Dienst Tat, war gefangen. Gefangen in einem Tunnelblick, der ihn nur eines vor Augen hielt. Der grüne, erhabene und anmutige Drache Giftfang, oder Weyog Jesk auf Drakonisch.

Die Helden Phandalins, so nannte er sie und zählte sich nie dazu, setzten ihren Plan um. Zuerst galt es die Ruinen um den Hort des Drachen weitestgehend zu bereinigen. Aschezombies, lethargische Wesen, die dahinsiechend im Schatten der Mittagssonne vegetierten, versperrten der Gruppe den Weg zum Lager der Kultisten Tiamaths. Nur durch Geschick und dem Plan gelang es der Gruppe an das Lager der Kultisten heranzupirschen. Doch vor Ort wechselten sie von Lautlosigkeit zum unüberhörbaren Tosen und Krachen eines Barbarens, der die Tür zum Lager eintrat und die Gruppe, samt Magnus die Kultisten stellten. Einer, bedroht und die Waffe niederlegend, stand im Angesicht der tödlichen Klinge des Drachentöters. Jener letzter Kultist sollte der Gruppe wichtige Aufschlüsse über den bevorstehenden Kampf mit dem Drachen liefern. Doch Orthum, ein Gläubiger und Verfechter seines Gottes trieb zu aller Verwunderung die Axt in das wehrlose Opfer. Magnus wusste nicht, ob es entweder Orthums Gott gefiel, oder missfiel.

Doch zum Glück der Gruppe wurden wichtige Aufzeichnungen gefunden, woraus Magnus die wichtigsten Informationen bezog. Den Namen, die Gattung und das Alter des Drachens. Aber auch Beobachtungen weit im Osten des Landes hielt er fest und auch die Tatsache, dass das Land um Niewinter von diversen Drachen heimgesucht wurden. In der Nähe von Connyberry, so besagten die Schriften, sollte die Gruppe früher oder später den Leichnam eines roten Drachen finden. Jener Drache wurde Opfer von vermeintlichen territorialen Auseinandersetzungen mit einem schwarzen, älteren Drachen. Ein Punkt, wo Magnus, seine Studien fortführen könnte. Denn zum Zeitpunkt des Niederschreibens jener Informationen wusste Magnus nicht welches Schicksal Giftfang ereilen sollte.

Durch den Lärm, den die Gruppe beim Säubern des Kultistenlagers verursachte, weckte sie die Aschezombies, die zu aller Überraschung auf den letzten Metern aus der Lethargie kamen und flink wie ein geschossener Pfeil ihre Opfer anfielen.

Auf dem Rückweg und erfolgreichem Bekämpfen der Zombies stolperte die Gruppe über einen kleineren Hort von Riesenspinnen, die sich als Kundschafter Velexias, einem weiteren Drachen, später herausstellten. Jene Spinnen boten der Gruppe jedoch keinerlei nennenswerten Widerstand, sodass sie mit Leichtigkeit besiegt werden konnten. Allein ihre Netze erforderten viel mehr Zeit zur Beseitigung, als der Kampf gegen die Spinnen an sich.

Nachdem der Tag weit vorangeschritten war und die Gruppe ihre Asse im Ärmel vorbereiten wollten, zogen sich im Haus des Druiden unter, wo sie weitere Pläne und die Unterbringung des Karrens entschieden. Auch hier wirkte Magnus mit halber Aufmerksamkeit mit, denn für ihn war die Vorbereitung und die Übungen seines Zirkels wichtiger. Das Kribbeln in seinen Händen, was beim Wirken von Zaubern stärker wurde, war ein stetiger Begleiter des Tages und dieses beschwingende Gefühl, dass ein Magier das Netz umso präsenter wahrnahm, war ebenso ein Ansporn den Drachen mit all seinem Talent, der Hingabe und den Zielen des Zirkels zu überzeugen. Es bot sich so viel an Wissen, so viel Wissen, was Magnus durch die Finger glitt, als später Lady Eleonora dem Drachen den Garaus machte.

Am nächsten Morgen, in aller Früh und mit den ersten Strahlen des Tages, machte sich die Gruppe ohne den Druiden auf zum Hort. Breit gefächert und entlang des Weges zum Turmgebäude standen sie dort, versteckt, gedrungen und hoffend, dass Magnus das angestimmte Gespräch überleben sollte. Denn Magnus war der Einzige, der völlig demaskiert und ohne Hehl auf dem Weg stand und zum Drachen sprach. Die Aufregung, die Bewunderung und die Chance auf ein Erlebnis solcher Art ließen Magnus fast schon furchtlos wirken, als er den Dialog anstimmte. Der Drache hingegen gab sich kryptisch, verschwiegen und verworren und beharrte auf den Besuch der Gruppe. Allein die Stimme des Drachen löste in Magnus eine ungeahnte Wonne aus. Er, dem das Wissen aus den Bibliotheken verwehrt blieb, stand der besten Quelle gegenüber.

Doch zu allem Überdruss spielte der Drache nur sein Spiel, anstatt die Möglichkeit zu bieten, die Magnus ersann. Ein Kampf entfachte, als der Drache die Geduld verlor und den gastierenden Magnus, Baris und die Lady mit seinem Odem im Gebäude heimsuchte. Allein der göttliche Schutz bewirkte, dass Magnus dem Hauch des Giftes widerstand. Verärgert über die Aggression zog Magnus sein höchstes Bestreben in Zweifel, griff zur Waffe und stellte dem Drachen mit einer Feuerball Perle aus dem Gebäude nach. Jener war unlängst am Vorhof im Kampf mit der Gruppe verwickelt, bevor der tosende Feuerball von Magnus den Drachen in gleißende Flammen hüllte und das Schicksal von Baris verschonte. Die Zwerge fochten mit ihren Äxten, als gab es keinen Morgen.

Doch im Zenit des ersten Angriffs trat die eiserne Lady an den Drachen heran, trieb und schlug das Schwert, was dem Namen des Drachentötens gerecht wurde, in den Drachen. Jaulend, fauchend und dahinscheidend scheiterte der Fluchtversuch des Drachens, indem er allesamt mit einer göttlichen Lache von Drachenblut besudelte, bevor er zurück in den Turm krachte. Magnus, der den Drachen vor sich bewahren wollte, hielt ein und verlangte lebensverlängernde Maßnahmen durch Heilzauber. Doch dieser Wunsch blieb ihm verwehrt. So saß Magnus niedergeschlagen vom Ausgang der Begegnung vor dem leblosen Leichnam und die Wut begann zu kochen. Eine Stimme höhnte ihn, indem er ihm zu sprach: „Eine Seele weniger.“ Statt einem Sieg, verspürte Magnus nur eine Niederlage.

Titel: Antw:Der epische Tod von "Giftfang", dem grünen Drachen (Spielrunde am 10.04.2022)
Beitrag von: Maria am 15. April 2022, 20:48:09
Endlich führt uns unser Weg nach Donnerbaum und zu dem gesuchten Druiden.
Kleine Hindernisse versperrten uns den Weg, wie einige Zweigplagen. Es ist schwierig zu erahnen was uns hier erwartet. Die Gerüchte die der Stadt voraus eilen sind unterschiedlich. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir es mit den Dingen hier aufnehmen können.

Baris Tante wird sich freuen, dass ihr Freund der Druide noch lebt.

Doch was tut er hier eigentlich? Wir sind wohl nicht die ersten die ihn hier besuchen.

Nachdem er uns schnell in sein Haus eingeladen hat, habe ich Zeit mich in Ruhe um zu sehen. Die Regale an den Wänden gefüllt mit Büchern, ein Kamin, die Fenster von innen verschlossen. Ich verfolge die Gespräche die der Druide mit Orthum und Baris führt. Der Zwerg scheint ihm nicht sehr zu gefallen. Zu viele direkte Fragen. Baris ist da schon geschickter in der Gesprächsführung. Er verleitet ihn dazu eine Karte zu zeigen und in einem Buch zu blättern. Doch Baris ist nicht nur schnell im Schauen, sondern noch schneller in seiner Auffassungsgabe. Er sieht am Rand der Karte die Notizen, dass der Vulkan schon vor 20 Jahren ausgebrochen ist und wohl nicht auf natürliche Weise. Doch der Druide wird nur ein wenig hektisch, als Baris ihn darauf anspricht. Wieder so viel Geheimniskrämerei. Irgendetwas ist hier  im Gange und der alte Druide redet um den heißen Brei. Manchmal habe ich dies so satt.

Orthum ist wie immer leidenschaftlich in der Art wie er an Informationen kommen will. An seinem Bruder ist ein Diplomat verloren gegangen. Er könnte auch in Baldurs Tor oder Tiefenwasser Vorträge halten. Eine Gabe die sowohl nützlich wie aber auch hinderlich sein kann. Magnus ist mir immer noch ein Rätzel. Seine Studien gehen ihm über alles. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob er uns für ein Gespräch mit einer seltenen Kreatur nicht einfach stehen lassen würde und doch beweist er immer wieder, dass wir auf ihn zählen können und er sich in die gefährlichsten Situationen begibt.

Doch ich schweife ab.

Der Drache scheint dem Druiden ein Hindernis zu sein. Jung, giftig und unberechenbar scheint das Ungeheuer zu sein. Gierig sind ja scheinbar alle Drachen, nur der eine listiger und böser als der andere. Doch trotz all der Faszination, sind sie alle eine Gefahr für die Menschen die in diesem Land leben.

 
Der Druide möchte den Drachen von hier vertreiben. Und dann? Denkt der alte Mann nur einmal weiter was das für den Rest der Menschen in der Gegend bedeuten würde?

Ich verstehe nur zu gut, dass Magnus mehr über diese Wesen erfahren möchte, doch wenn sein Plan scheitern sollte ihn zur Zusammenarbeit zu bewegen, dann muss der Drache sterben. Denn umso älter und größer er wird umso unbezwingbarer wird er. Es ist schade, dass ich beim Studium der Drachen und ihrer Sprache  nicht gelernt habe ob es auch "gute" Drachen gibt, die nicht nur weise sondern auch wohlwollend und guter Gesinnung sind. Doch dieser giftige, grüne Jungdrache ist wohl kein gutes Exemplar. Leider.

Der Druide erzählt uns von den Kultisten die sich hier seit einiger Zeit aufhalten. Sie glauben an die Herrschaft der Drachen. Magnus erinnert sich an diese Kultisten. Sie verehren Tiamath, den Dreiköpfigen Drachen. Keiner weiß wo sie sich aufhalten, nur das die die man fand in Baldurs Tor wegen Ketzerei getötet wurden. Es wäre wichtig mit ihnen zu sprechen, denn sie versuchen wohl schon seit sie hier sind mit dem Drachen in Kontakt zu treten und beobachten ihn wohl, wie der Druide erzählt. Also ist es für uns die erste Priorität diese Kultisten zu finden und zu befragen.

Wir wollen Donnerbaum noch von einigen unerwünschten neuen Bewohnern befreien. Der Drache scheint nicht da zu sein. Also ziehen wir los zum groß Reine machen. Leise bewegen wir uns am südlichen Rand der Stadt in Richtung Osten. Wir entdecken zwei Aschezombies in einem Haus. Von diesen hatte der Druide berichtet. Sehr langsam solange sie niemanden hören und fähig schnell anzugreifen, wenn sie Gegner hören. Leise heißt also die Devise.  Es gelingt uns an ihnen vorbei zu kommen und wir entdecken das Haus der Kultisten.

Höflich wie wir sind, klopfen wir an. In meinen Ohren hört sich das "Guten Tag, wir sind hier um ihnen zu helfen" an also würden wir sagen "kommt schon raus, ergebt euch, sagt uns alles was wir wissen wollen und noch mehr und auf nimmer wieder sehen, denn ihr sterbt gleich" an. Nun was soll ich sagen, sie wehren sich halt alle immer. Und so sterben sie dann auch. Diesmal einer ungewollt. Denn der eine den ich so sehr einschüchtere stirbt durch die Axt Tyrs.

Die Aufzeichnungen die wir finden packen wir sehr genau zusammen, denn sie müssen studiert werden. Sie tragen für mich Kostüme, mit Masken die wie Drachen aussehen und ihre Dolche sind Ritualwaffen, aber nichts womit man kämpfen kann. Sie tragen Medaillons ähnlich wie Magnus. Sollte mir das zu denken geben?

Auf dem Rückweg greifen uns die Aschezombies an. Wir haben doch so viel Lärm gemacht mit den Kultisten, dass sie aus ihrer Lethargie erwacht sind. Giftige, zähe Kreaturen die sich als sehr hartnäckig erweisen. Selbst unser nordischer Freund der Barbar ist angeschlagen von den giftigen Wolken die sie ausstoßen. Doch auch diese Kreaturen können den göttlichen Feuern und den magischen Künsten nicht standhalten und werden aus ihrem Zustand der untoten befreit und als wahre Tote endlich erlöst von ihrem Dasein.

Weiter geht es in die Ungewissheit der Gefahren die auf uns lauern. Baris und ich untersuchen ein leeres Haus, dass sich als ehemaliger Laden entpuppt. Baris untrüglicher Sinn lässt uns eine Schatulle finden in der sich eine goldene Kette mit einem Smaragd befindet. Wir nehmen sie mit, denn vielleicht gibt sie uns weitere Hinweise.

Der Druide erzählte uns bereits von einem Spinnenhort der sich hier in der Stadt befindet. Und wahrlich, die Seile ihrer Netze sind faustdick und schwer zu bewegen. Kein Korrgrim und kein Magnus schaffen es mit Magie die Netze zu bewegen. Doch es gelingt uns die beiden großen Spinnen auf andere Art heraus  zu locken. Sie sterben sehr schnell. In ihrem Hort finden wir einen toten Elfen. Auch seine Habseligkeiten nehmen wir mit um uns sie genauer anzuschauen.

Kurz überlegen wir ob wir in den Hort des Drachen gehen um ihn dort zu überraschen, aber wir sind erschöpft und so ist die einzig richtige Entscheidung zum Druiden zurück zu gehen, uns auszuruhen und zu beobachten wann der Drache von seiner Jagd wieder kommt.
 
Es wird Zeit die Aufzeichnungen zu studieren. Magnus scheint so vertieft zu sein, dass er uns und alles um sich herum vergisst. Nach einer Mahlzeit und unseren Routinen beginnt die Wache und die Ruhe. Es geschieht nichts weiter und im Morgengrauen kommt Giftfang, wie wir mittlerweile erfahren haben wieder zurück.

Die Aufregung steigt und der Moment der Gegenüberstellung auch. Nun ist ein klarer Kopf gefragt, eine ruhige Hand und Gefährten auf die man sich verlassen kann.

Während Magnus den offenen Weg nimmt, da er mit dem Drachen sprechen möchte, schleichen wir anderen uns an seinen Turm heran. Mit ruhiger Stimme spricht Magnus den Drachen an. Eine gewisse Portion Wahnsinn gehört schon dazu.
Als die Stimme des Drachen ertönt ist mir klar, dass aus diesem Maul nichts Gutes kommen kann.  Hinterhältig, listig und mit allen Wassern gewaschen antwortet er. Korrgrim kann ihn am schnellsten durchschauen und warnt uns vor ihm. Doch Magnus gibt die Hoffnung nicht auf bis zu dem Moment wo auch ihm die Schuppen von den Augen fallen und er eindeutig die Boshaftigkeit des Drachen zu spüren bekommt, seinen giftigen Odem. Jedoch hatten unsere Zwerge vorgesorgt und uns mit ihren heiligen Zaubern vor dessen Gift geschützt.

Der Hohn und die Arroganz in der Stimme der Bestie lässt uns aufleuchten wie ein Sternbild im Himmel der Nacht, strahlend und leuchtend. Die Enttäuschung von Magnus lässt ihn eine Perle des Feuers nehmen als der Drache sich aus dem Turm schwingt und nach draußen fliegt. Dort sind schon Korrgrim, Orthum und Baris die ihm ihr Können zeigen und ihm den Hintern versohlen. Haha. Doch Magnus schmeißt die Feuerperle, schafft es Baris aus dessen Schadenskreis heraus zu nehmen und unter Jaulen krümmt sich der Drache. Denn meine Kameraden haben ihm schon zugesetzt. Mein Schert macht seinem Namen alle Ehre. DACHENTÖTER. Mit zwei gezielten Angriffen durch meine Hand geführt, erliegt der Drache seinen Verletzungen.

Sein Hochmut ließ ihn umso tiefer fallen. Giftige Wörter fallen bis zum bitteren Schluss aus seinem Maul. Bis zum bitteren Ende versucht er Misstrauen und Zweifel und Angst zu sähen. Keine Flucht war ihm gegönnt. Denn das scheint ihr Weg zu sein. Feige zu fliehen.

Was bleibt am Ende? Erleichterung? Enttäuschung? Der Sieg? Für jeden wird es anders sein und jeder wird es in seinem Herzen verschließen, bis das Vertrauen kommt zu sprechen und sich zu öffnen. Freunde und Vertraute werden gewonnen. Zuneigung und Liebe werden geschenkt.

Mein Dank gilt euch allen, meine tapferen Mitstreiter und Weggefährten und Freunde…