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Autor Thema: Eine Schatulle zu viel & ein cleveres Seeungeheuer (Rollenspiel am 20.04.2024)  (Gelesen 1295 mal)

Offline Sebastian

  • Sebastian
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21. Uktar:

Zusammen mit dem Trupp aus Bremen unter Gallador kehrten wir nach Bremen zurück. Dort brachten wir dem Sprecher die Schatulle, die wir beim toten Boten gefunden hatten. Er war sichtlich überrascht und konnte sich zunächst keinen Reim darauf machen. Er wusste nicht, dass die Schatulle von Bremen verschwunden war und wollte nachsehen, was sich darin befand. Ebenfalls wusste er nichts von der Ruine der Nessaril. Die Aussicht auf Scharen von Orks im Norden und Zugänge in die Underdeeps, die Monster auszuspucken vermochten, jagte ihm sichtlich Angst ein …, was dafür sprach, dass er nicht auf den Kopf gefallen ist! Er verpflichtete uns dazu, Stillschweigen zu bewahren, um die Bevölkerung nicht in helle Aufrauhr zu versetzen.

Wir ließen den Abend im "Grumpy Moose" ausklingen, wo ich mit der jungen Kürschnerin Arian Greyder das wohl lieblichste Geschöpf nördlich von Mintarn erblickte. Als Orthum ein Ablenkungsmanöver benötigte, um Galladors Trupp anzuweisen, die Schnauze zu halten und durch ihre Reiseberichte in der Taverne keine Panik auszulösen, ergriff ich die Gelegenheit und tanzte mit ihr. Zu ihrer erlesenen Schönheit gesellte sich nun eine unglaubliche Anmut & Grazie, die mein Herz zugegebenermaßen nicht kalt ließ. Was für Narren müssen die Männer Bremens sein, ein solches Juwel in dieser Einöde nicht mit der Aufmerksamkeit zu bedenken, die ein solches Weib verdient? Ich meinerseits jedenfalls machte ihr an diesem Abend den Hof und musste entzückt feststellen, dass sie meine Faszination ihrer Person zu erwidern schien! Marthammor Duin sei Dank!
Ich verbrachte - vbiel zu wenig! - Zeit mit ihr und musste ihre Gesellschaft mit ihren Vettern teilen. Hierbei handelte es sich um 2 arbeitssuchende Zimmerleuten namens Kervin Barsk und Sam McWaldon. Schließlich gab Orthum den Spielverderber und verschleppte mich ins "Rivers Mouth", wo ich den Charme der holden Arian gegen die derbe Gesellschafft des grobschlächtigen Wirts "Big Mike" und des ebenso anmutslosen Schmieds Uden eintauschen musste. Wie Orthum dies wieder gutmachen möchte, muss er mir erst noch erklären!

Wenigstens erfuhren wir an diesem liebreizlosen Ort von 2 Problemen Bremens:

- Der Fischfang stockt und die Nahrung in Bremen wird knapp. Wir ließen uns von einem örtlichen Fischer deshalb überreden, morgen mit einem seiner Boote rauszufahren und uns des Problems anzunehmen.

- Gallador berichtete von mysteriösen Problemen mit einem Zwergental, zu dem der Kontakt abgerissen war. Die Bewohner dieses Tals haben eine seltsame Verhaltensänderung durchgemacht, die sich nicht nur in einer Feindseligkeit gegenüber Fremden (auch Zwergen von außerhalb des Tals!) äußert, sondern auch in einer Kollaboration mit den Riesen des Tals. Ist ein solches Betragen zu fassen? Wir vermuteten, dass dieses etwas damit zu tun haben könnte, was die Zwerge gefunden haben, als sie im Tal nach Juwelen geschürft haben …, denn das alles erinnerte doch sehr an die Verhaltensänderung des Sohnes von Mistress Mulphoon, nachdem er mit einem gefundenen Kristall heimgekehrt war …

22. Uktar

Wir gingen zu den Docks um zu fischen ..., auch wenn ich fischen nicht ausstehen kann. Der Halunke von einem Fischer wollte uns ein Boot andrehen, indem sich riesige Bissspuren fanden und dann log er uns über deren Natur auch noch dreist an. Erst eine Forscherin namens Tali berichtete uns, dass das Boot einer verschwundenen Fischer-Crew gehörte, die einem Seeungeheuer zum Opfer gefallen ist, wegen dem nun niemand mehr in See stechen und fischen möchte. Sie engagierte uns, Notizen über die Kreatur zu machen, wenn wir sie finden sollten. Was folgte war ein wahrer Höllenritt auf den See durch eine totbringende Ansammlung von Eisschollen hindurch! Als Seesöldner überließ man mir das Steuer, obwohl ich insistierte, kein Seemann zu sein …, doch Marthammor Duins Gnade allein war es zu verdanken, dass keine der Eisschollen, die unseren Rumpf trafen, uns versenkt haben. Es gelang mir auf dem See, 11 der größten Forellen zu fangen, die ich je gesehen habe. Aber all das schien vergebens gewesen zu sein, als ein riesiger Meeressaurier auftauchte und unser Boot bedrohte. Als ich noch fest davon ausging, unser letztes Stündlein hätte geschlagen, fing die Bestie an in bester Gemeinsprache zivilisiert daherzureden! Glaubt man sowas???

Die Kreatur berichtete, vor langer Zeit gestorben, doch dann wieder zum Leben erweckt worden zu sein. Der Magier, der dies vollbracht hatte, ein gewisser Ravisin, habe dem Wesen auch menschliche Intelligenz geschenkt, was die Kreatur sehr begrüßte und nicht mehr missen wollte. Im Gegenzug habe der Magier jedoch verlangt, dass die Kreatur die Fischer aus Bremen jagt und in (Todes-)Angst und Schrecken versetzt. Grund dafür sei, dass Ravision der Frostmaiden diene und diese die Bevölkerung von Bremen "leiden" sehen wolle. Na, Prost Mahlzeit!
Wir überzeugten die Kreatur, dass der auf ihr ruhende Zauber von Dauer sei, sie nicht den Verlust ihrer Gaben fürchten müsse und die Jagd auf Fischer somit einstellen könne. Sie sagte dies zu und berichtete auf Nachfrage davon, dass im See, 2 Stunden nördlich von unserer Position, die Ruinen einer Stadt unter Wasser liegen würden und dass dort ein "Spalt der Dunkelheit" klaffe, der ein Ort des Bösen sei, den selbst die Kreatur fürchte und meide. Die schlechten Nachrichten brachen hier wohl nie ab?

Wir kehrten diesem höllischen See noch in der Dunkelheit den Rücken, fuhren (wieder unter Todesgefahr aufgrund der Eisschollen) zurück nach Bremen und fielen übermüdet in unsere Betten.


23. Uktar

Am nächsten Tag verkauften wir dem Fischer 10 der 11 Forellen (eine schenkten wir Mistress Mulphoon) und wurden beim Sprecher vorstellig, der uns verkündete, dass etwas unmögliches passiert war: Die richtige Schatulle von Bremen war nicht verschwunden und hatte Bremen nie verlassen! Nun gab es somit 2 dieser Schatullen, was nach menschlichem Ermessen unmöglich sein sollte (es aber augenscheinlich doch nicht war). Natürlich ließ sich die Fälschung mit dem Schlüssel der echten Schatulle nicht öffnen und da ein Säuremechanismus das Innere vernichtet hätte, wenn wir uns ohne Schlüssel daran zu schaffen gemacht hätten, gab uns der Sprecher den Auftrag, wieder nach Norden zu reisen und den Schlüssel der Fälschung zu suchen, um herauszubekommen, was sich in ihr verbarg? Wenn der Schlüssel nicht bei der Leiche des Boten war (wovon wir ausgingen, schließlich hatten wir diese gründlich durchsucht!), dann müsste er an dem Zielort des Boten zu finden sein (wo immer dieser auch sein mochte), so die Vermutung.

Wir beschlossen, unseren Lohn bei Tali noch einzustreichen (indem wir ihr das Notizbuch übergeben würden, in dem Shenmi fleißig Aufzeichnungen und Skizzen gemacht hatte) und uns gewissenhaft für unsere Reise auszurüsten, um dann am nächsten Morgen aufzubrechen …, selbstverständlich aber nicht, bevor ich der lieblichen Arian noch einen abendlichen Besuch abstatten werde ...
« Letzte Änderung: 24. April 2024, 16:20:57 von Sebastian »
"There is not always a silver lining behind dark and stormy clouds. Sometimes the things behind are much worse."