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Autor Thema: In göttlicher Mission - noch mehr als sonst! (Rollenspiel am 13.01.2024)  (Gelesen 1305 mal)

Offline Sebastian

  • Sebastian
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Wir brachten die schwarze Spinne und seinen Drachen auf den eisigen Zinnen einer Burg zur Strecke und erlebten damit unseren bis dato glorreichsten Moment unseres Abenteurerlebens. Mehr noch: Mein Bruder Orthum & ich erfüllten unsere Clanpflichten und rächten den feigen Mord an unserem braven Vetter Tharden. Was mehr kann sich ein ehrenhafter Zwerg wünschen?

Antwort: Seinen Göttern gegenüberzutreten! Und tatsächlich holten die Götter uns nach unserem größten Triumph zu sich! Nein, nicht weil wir tot gewesen wären, das zum Glück nicht ... sie öffneten noch am Ort unserer Schlacht ein magisches Portal, durch das sie uns zu sich riefen ins göttliche Elysium!!! Ich habe Verständnis für jeden, der mir dies nicht glauben kann ..., Potzblitz, wenn ich nicht dabei gewesen wäre, ich würde es selber kaum glauben können. Ich stand meinem Herrn Marthammor Duin leibhaftig gegenüber, sah sein edles Antlitz, lauschte seiner donnernden Stimme und richte meine bewundernden Worte an ihn!

Als ob das nicht bereits unglaublich genug gewesen wäre, verkündeten uns die Götter, dass sie unserer Hilfe bedürfen. Der "Krieg der Götter" habe begonnen und bereite ihnen "Schwierigkeiten", was glaubhaft wirkte angesichts der Tatsache, dass sie reichlich mitgenommen wirkten. Sie entschuldigten sich dafür, sehr viel von uns zu verlangen, um für sie einzustehen als ihre "wahren Streiter, Streiter des Lichts"! Wir sollten in sie vertrauen, wie sie in uns vertrauen! Wieso wir so wichtig sein sollen für das Geschick der Götter, mag man nun zu Recht fragen? Die Götter meinten, unsere Gebete geben ihnen Macht und wenn wir große Taten vollbringen im Namen unseres Gottes, dann würde ihn das stärken und nähren. Es ist also mitnichten so, dass nur wir die Götter brauchen, umgekehrt ist es genauso. Doch mehr noch bindet unsere Gruppe an die Götter: Sie sagten uns, dass wenn wir bei unserer Mission versagen, dann würden sie es im Krieg der Götter ebenfalls tun! Mehr Druck kann man wohl nicht haben ...

Was uns jedoch irritierte, war dass nicht nur so ehrenhafte Götter wie Marthammor Duin, Tyr, Brandobaris, Azuth, Aumanthor und Savras an uns herantraten, sondern auch Talos unter ihnen war. Sie meinten, Talos habe keinen Einfluss auf den Krieg der Götter gehabt und dass Talos an diesem Ort nicht ihr Feind sei. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, das vollständig zu verstehen, aber ich vertraue auf die Wahrhaftigkeit ihrer Worte.   

Die Götter betrauten uns mit einer wichtigen Mission: Wir sollten 2 Jahre in der Zeit zurückgeschickt werden, ins Jahr 1489 DR, um - von unseren Erfahrungen und unserem Besitz beraubt - Gutes zu tun und Gutes zu schaffen in einer Region, aus der die Macht gespeist wird, die die Götter im Hier und Jetzt bedrängte. Wenn wir den Bewohnern dieser Region helfen, so habe das Auswirkungen auf den Kampf der Götter. Doch wenn wir versagten, dann würden die Götter das Elysium nicht halten können und alles sei verloren. Selbstverständlich durften wir niemanden von unserem Auftrag oder unseren Auftraggebern erzählen, um nicht die Aufmerksamkeit des Feindes auf uns zu ziehen.

Natürlich nahmen wir die Mission an, auch wenn wir dadurch fast alles verloren haben. Marthammor Duin weiß, dass ich kein selbstloser Heiliger bin und er hat uns (wenn wir das hier überleben) einen Lohn in Aussicht gestellt, der unseren Opfern angemessen sei. Was für ein Volamtar wäre ich, dem nicht Vertrauen zu schenken?   

Bremen
Wir durchschritten auf Geheiß der Götter ein Portal, während ich zu Marthammor Duin und zu Ao betete, mir die Macht zu verleihen, um meine Mission ehrenhaft bestehen zu können. Unser Weg führte uns ins Eiswindtal in die Nähe der Stadt Bremen, wo wir vor der eisigen Kälte in der Schenke der Dame Cora Mulphoon Schutz suchten. Die freundliche Wirtin berichtete uns, dass es in der Gegend schon seit 2 Jahren nicht mehr richtig hell werden würde und die Göttin Auriel das Land nachts fest in den Griff nehmen würde, ohne die Gebete der Bewohner zu erhören. In manchen Städten würde man ihr sogar Menschenopfer darbieten! Welch barbarischer Brauch! Ob diese Göttin hinter dem Krieg der Götter und der fortwährenden frostigen Dunkelheit an diesem Ort steckte?

Mistress Mulphoon berichtete uns auch vom mysteriösen Verschwinden ihres Sohnes Huawar. Dieser hatte zu einem Suchtrupp gehört, der den seinerzeit verschwundenen Stadtsprecher gesucht hatte. Dabei verschwand der Sohn und als er wieder gefunden wurde, wirkte er verändert und verhielt sich seltsam. Ob das an einem seltsamen neuen Besitz, einer Scheibe aus schwarzem Kristall lag, das sich seltsam kalt anfühlte? Kurze Zeit darauf kam ein Tiefling-Pärchen und bot ihm (und seiner Scheibe) Zuflucht an und er verschwand mit ihnen, seine betrübte Mutter sorgenvoll zurücklassend. Das klang für uns nach einer guten Gelegenheit, um das zu tun, was die Götter von uns verlangt hatten!

Mistress Mulphoon berichtete uns auch von dern "10 Städten" des hohen Nordens, einer Allianz der örtlichen Siedlungen, in deren Hauptstadt sich die Sprecher treffen würden. Sie seien es auch gewesen, die das Wildern von Tieren und Holz unter Todesstrafe gesetzt hätten, weil Brennholz im fortwährenden Winter wertvoll wie Gold sei.
Der Sprecher von Bremen, ein Zwerg des ehrenhaften Battlehammer-Clans, hat gegen diese Gesetzeslage gestimmt und wird auch sonst von der örtlichen Bevölkerung als ein guter Mann angesehen, der sich um die Seinen kümmert.

Wir nächtigten im Etablissement von Mistress Mulphoon, deckten uns am nächsten Tag beim Händler Erwin Graufuß mit Winterkleidung ein und erfragten danach beim Sprecher von Bremen, ob er einen Auftrag für uns habe? Tatsächlich engagierte der uns, um einen Überfall nördlich von Lonelywood zu untersuchen und eine Schatulle der überfallenen Reisegruppe zurückzubringen, über deren Inhalt er sich zunächst ausschwieg. Erst viel später gestand er uns, dass ein Bote der Hauptstadt Bryn Shander mit einem Auftrag unterwegs gewesen sei und der Sprecher wissen will, was er vorhatte, welchen Auftrag er hatte und warum er so abgelegen geritten ist, als er mit seiner Depesche verschwand?       
 
Die Bryn Shanderist auch der Ort, aus dem Pakete von Holz gekauft werden. Der Sprecher stellte uns in Aussicht, dass wir als Holz-Eskorte die Hauptstadt für die Stadt Bremen besuchen könnten (in einem Folge-Auftrag), wenn wir unseren Auftrag zu seiner Zufriedenheit erfüllt hätten. Dieses Vertrauen brachte er uns jedoch erst entgegen, nachdem wir auf dem Weg nach Norden einen uns attackierenden Yeti erlegten und diesen nach Bremen zurückbrachten ... für ein Kopfgeld von 200 Goldmünzen (zuzüglich zu den Kosten für die Unterbringung im "Treasures" von Mistress Mulphoon). Dies brachte uns nicht nur Bargeld, sondern auch einen respektablen Ruf in Bremen ein, aufgrund dessen der Sprecher uns zu den "neuen Jägern von Bremen" ernannte, was einer Art "Exklusivvertrag" zu entsprechen scheint.

Hierdurch wurde der spröde Sprecher mir zunehmend sympathisch ..., auch wenn ich es immer noch seltsam finde, dass der Anführer einer Stadt alleine in der Wildnis spazieren (und verloren) geht, weil eine "Stimme im Kopf" ihm sagt, dass er sich alleine dorthin begeben soll. Irgendwas an dieser Sache ist doch faul ...!?   
« Letzte Änderung: 31. Januar 2024, 13:39:39 von Sebastian »
"There is not always a silver lining behind dark and stormy clouds. Sometimes the things behind are much worse."