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Autor Thema: Die Geburt der Auserwählten am Kreis des Donners (Rollenspiel am 17.07.2022)  (Gelesen 1246 mal)

Offline Sebastian

  • Sebastian
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Holde Damen, werte Herren,

was ich, Korrgrim Isenbart, heute zu berichten habe, ist die Wahrheit … und nichts als die Wahrheit, von der ich nach bestem Wissen und Gewissen künde, so wahr mir Marthammor Duin helfe!
Ich betone dies im Wissen, dass die Geschehnisse teilweise unglaublich klingen mögen …, als seien sie der Fantasie eines Barden entsprungen oder der Trunkenheit eines Seesoldaten, der es mit dem Spinnen von Seemanssgarn maßlos übertreibt. Gleichwohl ist alles wahr, wie ich hiermit gelobe.

Doch der Reihe nach …
Meine Einheit, bestehend aus ebenso zusammengewürfelten, wie liebenswerten Individuen, verbrachte eine unruhige Nacht auf Falcons Anwesen. Denn in der Ferne grollte der Donner vom Kreis des Donners zu uns herüber. Auf halben Weg dorthin beobachteten wir ein fortwährendes Himmelsphänomen, welches einem mythischen Ascheregen glich und einen Ort im Wald bedachte, den wir erst am nächsten Tag finden sollten. Und unmittelbar vor Falcons Anwesen entdeckte ich einen Oger, der sich mit solchem Geschick im Wald versteckte und uns beobachtete, dass er um Haaresbreite sogar meinen scharfen Goldzwergaugen entgangen wäre. Da die Kreatur keine (weiteren) Dummheiten machte, erachteten wir sie nicht für würdig, die Nachtruhe unserer Kameraden zu stören und ließen sie gewähren, bis sie sich kurz vor Morgengrauen zurückzog. Vermutlich hatte sie ihre Mission erfüllt, auch ohne jemanden von uns gefressen zu haben.

Am Morgen brachen wir eilig zum Kreis des Donners auf. Auf dem Weg dorthin trafen wir im Wald auf eine Lichtung, die in eine unnatürlich unheilige Aura getaucht war. Scheinbare Quelle des dort vorherrschenden Unbehagens war ein verbrannter und von schwarzer (Transmutations-)Magie erfüllter Baum, der wohl Opfer des nächtlichen Ascheregens geworden war. Handelte es sich dabei vielleicht um eine göttliche Intention, die dem Grauen dieses Orts vorübergehend Einhalt gebieten … oder uns zumindest auf das Treiben hier aufmerksam machen wollte, auf das wir ihm ein Ende machen?
Der unnatürliche Baum blutete (wie wir später feststellten) rotes Blut, wenn man in seine Rinde schnitt. Damit nicht genug: In seinen Ästen hingen 20 dämonisch anmutende Püppchen, in denen jemand ritualhaft Schweineherzen eingenäht hatte (wie eine Untersuchung im Nachhinein ergab). Als wir uns näherten, begannen wir schon aus der Ferne diese Dämonen-Püppchen zu zerstören, da von diesen nichts Gutes kommen konnte. Doch für jedes zerstörte Püppchen, brach eine riesige Wurzel neben uns aus dem Boden und versuchte, uns zu fesseln und zu erschlagen. Besonders abgesehen hatten sie es auf den kleinen Baris, der von einer Umklammerung in die nächste lief, ganz gleich, wie oft Orthum ihn daraus befreite. Nach einem spannenden Kampf gelang es uns schließlich mit vereinten Kräften (und einer der letzten magischen Feuerball-Perlen von Magnus), den feindlich gesonnenen Wurzelmonstern den Gar auszumachen. Nach eingehender Untersuchung gab Mylady den Befehl, den Baum zu fällen, um zukünftige Teufeleien von ihm im Keime zu ersticken und so ließen Orthum und ich unsere magischen Äxte „sprechen“, bis der Baum Kleinholz war.

Wer gehofft hatte, dies sei der Gefahren-Höhepunkt des Tages gewesen, wurde enttäuscht, als wir den „Kreis des Donners“ erreichten. Denn dort erwarteten uns mehr als nur eine Überraschung:
Überraschung Nr. 1 war ein unterirdischer Höhlen-Zugang zum Kreis, der es uns ersparte, unter den Augen des Feindes auf offenem Felde die Anhöhe zum Kreis erstürmen zu müssen. Ein Knochenhaufen (Eberschädel auf humanoiden Knochen) am Eingang der Höhle, welcher Eindringlinge abschrecken sollte, verfehlte bei uns sein Ziel. Für den ehemaligen Insassen einer leeren Zelle, die wir fanden, kam unsere Hilfe leider zu spät. Einem unglückseligen Keiler, der in einer Unratkammer hinter einer verkordelten Tür Wache hielt, wurde das Treffen mit uns zum Verhängnis. Schließlich fanden wir eine Leiter, die zum Kreis des Donners hinaufführte. Nach kontroverser Diskussion schlichen wir uns hoch und wurden Zeugen von Überraschung Nr. 2: Zwei Hohepriester des Talos waren dabei, Gorthok in 6-facher Größe zu beschwören! Wir stürmten los, wie die Berserker, um die Akolythen zu neutralisieren, bevor sie die Beschwörung erfolgreich zum Abschluss bringen konnten. „Sturmbrecher“ kostete ihr Blut und in einem Hagel aus Schlägen, Tritten und Zaubern der Gruppe gingen die „Schweinepriester“ sowie 10 Zweigplagen, die ihnen dienten, schließlich nieder, bevor sie göttliche Eber-Verstärkung herbeizaubern konnten.   

Talos war daraufhin derart außer sich vor Zorn, dass er - Überraschung Nr. 3 - sein (wütendes) Wort an uns richtete:
„Ich kenne eure Ängste! Ich weiß, was Ihr mir genommen habt! Und ich sinne auf RACHE!!! Seid ab jetzt SEHR vorsichtig!!!“, rief er uns zu.

Nach all dem, was wir auf unseren Reisen schon gegen ihn unternommen hatten, war es höchste Zeit, dass er uns endlich als seine irdische Nemesis zur Kenntnis nimmt und anerkennt, so finde ich!

Wir machten die Schriftzeichen auf dem Steinkreis unkenntlich, die Anleitungen zu Ritualen beinhalteten und machten uns auf die Suche nach dem Weib des Centauren Xanth. Hierzu brachen wir zu ihrem (ehemaligen?) Heim auf. Dabei fanden wir Spuren von 30 Humanoiden, die (an uns vorbei) nach Süden gereist sein müssen.

Doch die erfolgte göttliche Zwiesprache sollte nicht die letzte bleiben: Es erschien uns - Überraschung Nr. 4 - das güldene Antlitz der Göttin Mielikki!!! Und ihre weisen Worte kündeten von göttlichem Beistand.

„Abenteurer, Ihr habt großes Unheil abgewendet! Wir haben nur ein kleines Fenster, um euch zu danken! Wir hoffen, dass Ihr Erfolg haben werdet mit dem, was Ihr noch tun müsst! Verzagt nicht! Es ist an euch diesen Mut fortzuführen! Wir beobachten euch und sind an eurem Erfolg interessiert! Reist wohl!“

Dann erfüllte sie unser aller Geist mit Weisheit und Erfahrung. Berauscht von dem Wissen, dass wir von den Göttern auserwählt wurden und sie uns bei unseren Bemühungen die Daumen drücken, taumelten wir vor Glückseligkeit ..., was uns nicht davon abhielt zu bemerken, dass die Götter offensichtlich eine Allianz eingegangen sind und dies sehr ungewöhnlich ist. Ob dies an der Gefahr ihres kollektiven Untergangs liegt, von dem uns der Talos-Akolyth berichtet hatte?

In Ehre der Eure,
Korrgrim Isenbart

Kleriker des Marthammor Duin
Auserwählter der (meisten) Götter
« Letzte Änderung: 29. Juli 2022, 20:18:22 von Sebastian »
"There is not always a silver lining behind dark and stormy clouds. Sometimes the things behind are much worse."