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Autor Thema: Der Turm der Stürme (Spielrunde 30.01.22)  (Gelesen 1251 mal)

Offline Gerry

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Der Turm der Stürme (Spielrunde 30.01.22)
« am: 12. Februar 2022, 12:37:45 »
Während Magnus gemeinsam mit den tapferen Recken und Helden aus Phandalin, Axeholme und vor allem vom Turm der Stürme die Wacht über Korrgrim hielt, schrieb er die Geschehnisse nieder, die sich nur wenige Stunden zuvor ereigneten. Gedrungen in der Ecke, über das Tagebuch gebeugt, ließ er die Zeilen mit frischer Tinte auf das Pergamentpapier des schweren Bandes einwirken.

Laut meiner Zeitrechnung und groben Überschlagung reise ich nun seit ungefähr zwei Wochen mit der Gruppe aus Phandalin, um die Verschwörungen, Geheimnisse und gefährlichen Ereignisse aufzuklären, die entweder geschahen, oder nicht geschehen werden.

Wir haben uns allesamt im Turm der Stürme untergezogen, wo wir eine ehrenvolle Wacht über Korrgrim Isenbart halten. Jener, der eins mit dem Stein wurde und die Zeit der Nacht überdauern vermag. Ich vermute, dass der Zwerg die schlimme Befürchtung hat, dass der Flucht, der auf ihn lastet, in jener Nacht in Erfüllung tritt. Doch ich greife vorweg...

Der ganze, recht stürmische Tag an der Küste, direkt am Turm der Stürme war mit Bekanntschaften, Kämpfen und vor allem einem üblen Hort geprägt. Der Turm an sich. Zu aller Verwunderung lernten wir am Anbeginn des Tages eine sprechende Krabbe kennen, die uns mit aller Ausführlichkeit die Geschehnisse um den Turm schilderten. Es war eine Geschichte über Mord, Hinterlist und dem Wehklagen einer erwachten Todesfee, die wir wenig später selbst zu Gesicht bekamen. Denn wir sicherten der Krabbe zu, dass wir die Gebeine einer Elfe, die der Krabbe die Gabe der Sprache schenkte, beisetzen mögen. Wie sich herausstellte, war die Todesfee das gespenstische Abbild der dahingeschiedenen Todesfee, die selbst zu Lebzeiten Opfer eines Scheusals wurde, was unweit im Turm hauste.

Sie bat uns etwas persönliches aus dem Turm zu holen. Eine Muschel, wie sie verlangte, war von kleinem materiellem Wert, jedoch bedeutete der ehemaligen Schönheit der Elfe diese Muschel viel. Auf dem Weg zum Turm überraschten uns Harpyen, die wir jedoch mit vereinten Kräften schnell in die Flucht schlugen. Die neue Begleitung Shenmi, ein junges Ding, erwies sich als äußerst hilfreich. Mit Faust und Fuß drischt die Frau alles nieder, obwohl sie auf dem ersten Blick das nicht vermuten lässt.

Im Turm selbst beseitigten wir die Überbleibsel der Harpyen, aber auch das Scheusal ein Eremit und Anhänger Talos (wie gern hätte ich ein paar Worte mit ihm gewechselt.) stand uns entgegen. Der ganze Turm war korrumpiert von der Macht und dem fanatischem Abbild des Talos, der einen Altar in einem Nebenraum hatte. Die Lady, noch bevor ich den Altar untersuchen konnte, berührte Ihn und wurde seitdem von der Gabe der Blitze heimgesucht. Natürlich war dieser Altar Talos gehuldigt und jener, der mit Blitz und Donner für Chaos stiftete.

Jenes Chaos sollte sich dann letztlich gegen einen Diener und Anhänger des Talos richten. Zu meiner Verwunderung musste ich feststellen, dass die Gruppe wahrlich nicht lange fackelt und diesem Unmenschen das Leben nahm. Jener hielt die besagte Muschel der Elfe im Schoße, die Lady Eleonora dem Talos Anhänger entriss.

Doch die Erkundung fand kein Ende, oben an der Spitze, entdeckten wir ein grünes, leuchtendes Herz, was auf unnatürliche Weise größer war und das Licht in Richtung des Meeres und in Richtung südost warf. Die Lady und die junge Elfe versuchten das Licht mit Hilfe eines Schildes umzuleiten, was gelang, aber nur für eine gewisse Zeit.

Es schien, als würden wir für den Moment in eine gedankliche Sackgasse laufen, da niemand so richtig wusste, was man nun tun sollte. Der beste Einwand brachte Orthum, der uns dazu anhielt zurück zur Elfe bzw Todesfee zu eilen, um die Muschel abzugeben und noch weiteren Rat zum Turm einzuholen. Gesagt, getan. Doch die Todesfee hatte es mehr als eilig diese Pläne zu verlassen, sodass wir ohne eine konkrete Antwort zum hiesigen Turm weiter zur sprechenden Krabbe zogen, wo wir auch die Gebeine der Elfe beisetzten.

Nach langer Beratschlagung und Gedankenwechsels entschieden wir uns die Nacht im Turm zu verbringen, um das Geheimnis des Herzens, des Altars und des Scheusals zu lüften. Nicht zu vergessen hat Korrgrim sich in den Stein ein"fließen" lassen, worüber wir nun wachen.

Wie dem auch sei, die Warterei zermürbt mich und mit meinen Erkenntnissen, die ich durch meine Arbeit und die der anderen gewann, brauche ich nun etwas Abstand, frische Seeluft und ein paar beruhigende Übungen mit dem Schwert...
« Letzte Änderung: 12. Februar 2022, 14:41:50 von Gerry »