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Autor Thema: Die Wölfe von Axeholm (Spielrunde vom 27.12.2021)  (Gelesen 1272 mal)

Offline Sebastian

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Die Wölfe von Axeholm (Spielrunde vom 27.12.2021)
« am: 29. Dezember 2021, 17:57:28 »
Nachdem die Todesfee sich im (nunmehr endgültigen, gottgefälligen) Tod zurück in eine Elfe verwandelt hatte, durchsuchte ich sie und fand Insignien, die die Tote als (ehemalig) hochranginge Diplomatin auswies. Ganz offenkundig war dieses Weib einst die Elfen-Botschafterin aus der Legende von Axeholm. Die Insignien wiesen sie ferner als ein Mitglied des Elfen-Klans der Beschikis aus. Dieser ist selbst mir - der ich kein profunder Kenner der Elfen-Kulturen bin - insbesondere für seine zur Kunstform erhobenen Intrigen bekannt. Beheimatet ist er meines Wissens irgendwo im fernen Osten. Ich stelle an der Toten einen schön gearbeiteten (aber nun nicht mehr magischen) Siegelring sicher (auf dem sowohl ein Illusionszauber, als auch Erkenntnismagi lag, die nun aber jeweils verschwunden sind). Der Ring ist offenkundig ein altes Familienerbstück, das durch viele Hände gegangen ist (was bei der elfischen Lebensdauer etwas heißen will). Auch wenn dies ein kühnes Unterfangen ist, beschließe ich, der Familie der Toten diesen Ring irgendwie zukommen zu lassen, auf dass er ihr Trost spenden möge.

Reela, Orthum und ich haben eine weiße Haarsträhne von dem Zauber davon getragen, den Meister Vandarr gewirkt hat und Letzterer erklärte uns, dass sein Zauber den Gott des Tods erzürnt habe und dass uns dies noch (bereits im Diesseits) in Teufels Küche bringen werde (was genau uns blüht, wusste er jedoch nicht). Er berichtet uns auch, dass sein "Wunsch" einen mächtigen arkanen Wiederhall zur Folge hatte, welcher mächtige Kreaturen auf uns aufmerksam gemacht haben könnte, so dass sie sich nun zu uns auf machen könnten. Ich heiße diesen neuen gefahrvollen Weg, auf den Marthammor Duin uns zu schicken beliebt, zwangsläufig und mit der gebotenen Demut willkommen.

Bei der weiteren Sicherung der Festung finden wir eine grauenhafte Lagerstätte der (bereits erschlagenen) Ghule, wo sich in einem infernalischen Gestank abgenagte Knochen unglücklicher Zwerge finden.

Magnus findet in dem Unrat zudem eine kleine Schatulle, in der sich eine Phiole mit einer roten Flüssigkeit befindet, die wir als Heiltrank identifizieren ..., der seinen ehemaligen Besitzer leider nicht zu retten vermochte.

Mylady Eleonora findet zudem im Schmutz ein Amulett, welches das Symbol des Zwergenallvaters Moradin, ehrenwerter Gott der Schöpfung und  verehrter Vater Marthammor Duins, ziert. Die Untersuchung von Meister Vandarr lässt erkennen, dass dem Amulett zwar keine Magie innewohnt, dass es aber Teil eines Sets ist, welches spezielle Fähigkeiten freisetzt, wenn es zusammenkommt. Mylady überlässt es mir, die Insignie des Zwrgenschöpfers zu verwahren.

Bei unserer Durchsuchung der Festung finden wir ein (mit Bolzenfalle ehemals gesichertes) Wannen-Badezimmer, das über einen Wasserhahn warmes Wasser (offensichtlich aus einer heißen Quelle) immer noch beziehen kann.

Auch finden wir ein Gästezimmer für hochgestellte Gäste, indem die Elfe wohl residiert hat. Sie hat es in ihrem Zorn jedoch auch vollständig verwüstet und das Mobilar zerstört. 
 
Wir schaffen die Kadaver der erschlagenen Monster nach draußen und verbrannten sie, damit sie die Karawane aus Phandalin bei ihrem Eintreffen nicht erschrecken.

Erschöpft nächtigten wir danach auf dem Balkon über dem Thronsaal. Des Nachts hörte ich im Traum eine dunkle Männerstimmen leise "Enttäuschend ..." zu mir sagen ... und Magnus ging es ebenso (wobei er zusätzlich im Traum von einem duklen Berg ein Lachen und einen Gong vernahm). Elleonora hingegen hörte nächtens nichts. Hat dies mit dem "Wunsch" von Magnus zu tun?

Am nächsten Morgen haben wir uns kaum fertiggemacht, als wir Wölfe heranstürmen hörten, die mit hoher Geschwindikeit nach Axeholm rannten, sich zwischen den Gitterstäben des Fallgitters hindurch zwängten und zielgerichtet uns angriffen.  Schnell und mit erstaunlicher Leichtigkeit vermochten wir jedoch die 4 Angreifer zu besiegen. Wieso war dies so leicht? Wir stellten fest, dass sie den uns bereits bekannten magischen Kranz trugen, der sie mit Beeinflussungsmagie angetrieben hatte. Auffällig war jedoch, dass die Wölfe - anders als ihre Vorgänger, die uns früher angegriffen hatten - dumm waren, über keine besondere Stärke verfügten und auch nicht verwest bzw. untot waren. Magnus Untersuchung ergab, dass es sich um frisch rekrutierte Späher (eine Vorhut?) gehandelt hatte, die überhastet auf uns gehetzt wurden, ohne ihre "Qualifizierung" vorher abzuschließen. Wir deuteten dies als ein Zeichen, dass der Find verzweifelt sein musste ... oder ihm die Zeit davon lief (wollte er verhindern, dass wir in Axeholm oder Umgebung etwas Bestimmtes entdecken)?

Schließlich säuberten wir noch das Schlafgemach des ehemaligen Kastellans von 5 Blutmücken. Hinter einer Geheimtür fanden wir hier eine verschlossene Eisentruhe mit einer runden Einlassung. Ich erkenne sofort, dass das Amulett Moradins in diese Einlassung passt und im Rahmen eines komplexen Mechanismus als Schlüssel dient. Andere derartige Schlüssel könnten uns noch weitere Schlösser in anderen (ehemaligen) Zwergenstandorten der Region öffnen.

In der Truhe fanden wir einen magischen furchterregenden Zwergenhelm, den meine Gefährten mir überließen.
Außerdem finden wir darin ein Paar magische Federhandschuhe der Ogerstärke, die Magnus zur Verfügung gestellt wurden. Mylady Eleonora erklärt ausdrücklich, darauf zu verzichten, eines der magischen Artefakte zu beanspruchen. Ich muss zugeben, dass sie uns dabei überraschte mit ihrem Großmut und ihrer ehrlichen, von Herzen kommenden Freude für uns. Wieder einmal musste ich feststellen, dass sie - ungeachtet ihrer Bescheidenheit - eine wahrhaft wahre Lady ist.

Ich musste konstatieren, dass ich ungeachtet aller Gefahren, die Marthammor Duin mir auf meinen Wegen aufbürdet, ich mich bei jedem einzelnen meiner Gefährten glücklich schätzen kann, sie bzw. ihn an meiner Seite zu wissen. Dank sei Marthammor Duin dafür!

Dank sei ihm ebenfalls dafür, dass er die Bürger Phandalins, die kurze Zeit später eintrafen, sicher nach Axeholm geleitet hat. Glücklich hierüber schlossen wir Meister Edermath in die Arme und berichteten ihm. Das Leben war nach Axeholm zurückgekehrt und die Fäulnis und Düsternis der Todesfee wich endgültig dem Duft von Veilchen und dem Lachen der Kinder.  Welch schönere Belohnung konnte es geben ("das Gold des Bürgermeisters nicht mitgerechnet, versteht sich!") ...?     
     

   
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2021, 00:21:21 von Sebastian »
"There is not always a silver lining behind dark and stormy clouds. Sometimes the things behind are much worse."