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Autor Thema: Wie Marthammor Duin "Gnomengarde" rettete ...  (Gelesen 1311 mal)

Offline Sebastian

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Wie Marthammor Duin "Gnomengarde" rettete ...
« am: 28. März 2021, 15:30:51 »
Marthammor Duin führte uns auf seinen Pfaden südlich von Phandalin zu einer Gnomensiedlung, die Phandalin helfen sollte gegen die Drachen der Region. Konnte es sein, dass die Gnome über Waffen verfügten, die in einem Konflikt mit den Drachen den Ausschlag geben konnten?

"Gnomengarde" war ein höchst ungewöhnlicher Ort. Das "Königreich" war klein und in einem höhlendurchzogenen Bergmassiv gelegen, aus dem über einen Wasserfall ein kleiner Fluss entsprang. In dem Fluss befand sich eine seltsame Insel, die mit ungewöhnlich großen und farbigen Pilzen überwuchert war. Die Magie in Gnomengarde war wild und verursachte überaus seltsame, meinen gesalbten Leib vorübergehend entstellende (wenn auch ansonsten harmlose) Nebeneffekte. Bei dieser Gelegenheit musste ich feststellen, dass blaue Haut mir ebenso wenig steht, wie violett gefiederte Schwingen (obwohl ich mich - nach ein wenig Übung in ihrem Umgang – sicherlich an die praktischen Vorzüge einer solchen Anatomie hätte gewöhnen können). 

Niemand nahm uns in Empfang, als wir in das Königreich hinein marschierten und schnell war klar, dass die örtlichen Sicherheitskräfte vollkommen inkompetent sein mussten (meine Kameraden von den Mintarn-Söldnern könnten sich hier mit einem Rundum-Sicherheitspaket gewiss eine goldene Nase verdienen). Schlimmer Befürchtungen überkamen mich, als der Ort zunächst verlassen schien und auch auf unsere Rufe niemand reagierte (am ohrenbetäubenden Lärm des Wasserfalls, den ich magisch drosselte, konnte dies allein nicht gelegen haben).

Die ersten Gnome fanden wir in einer Küche, in die auf der Suche nach den Bewohnern von Gnomengarde hereinplatzten. Von den braven Frauen dort erfuhren wir, dass Gnomengarde gerade im Begriff war im Chaos zu versinken und Marthammor Duin uns gerade noch rechtzeitig hier hatten eintreffen lassen. Angeblich verschwanden Gnome (bislang 2) spurlos und sowohl eine Erfinderin namens Faktoree, als auch der König höchst selbst waren angeblich dem Wahnsinn anheimgefallen (wobei sich dieser bei dem Weib darin äußerte, dass sie mit einer erfundenen Repetier-Ballista um sich schoss, während seine Majestät sich paranoid in seinen Gemächern verkroch und sein Weib als Gefangene hielt … was hier früher angeblich nicht üblich gewesen war.

Selbstverständlich retteten wir die Wissenschaftlerin (ein gekonnter Schlafzauber von Daenar und ein die Psyche heilender Zauber von mir wirkten hier (zumindest im Hinblick auf meinen Zauber wortwörtlich) "wahre Wunder". Die Ballista, in der man wie in einem Gefährt sitzen konnte und welche automatisch betriebene Schnellfeuer-Geschossläufe in alle Himmelsrichtungen aufwies, wusste zu beeindrucken und wir waren uns sicher, die Waffe gefunden zu haben, nach der Phandalin suchte.

Ihre Erfinderin wies nach ihrer Heilung Erinnerungslücken auf, wusste aber zu berichten, dass ihr Gatte unter den verschwundenen Gnomen war. Wir gaben die Frau in die Obhut des Küchenpersonals und strebten einer Audienz beim König entgegen. Auf dem Weg trafen wir auf zwei Gnomen-Wachen, die verwirrt waren, weil sie nicht verstanden, was in ihrem Königreich gerade los war. Sehr wohl wussten sie jedoch, dass etwas nicht stimmte, auch deshalb, weil ein rotierender Sicherheitsmechanismus im „Raum der Klingen“ aktiviert worden war und ihnen den Weg zu ihren Quartieren versperrte. Magus Daenar deaktivierte die Klingenanlage mit einem telekinetischen Zauber und wir fanden im Raum dahinter 2 gnomische Erfinder, die sich gleichzeitig als wissenschaftliche Berater des Königs entpuppten. Sie boten uns einen Handel an: Wir sollten Gnomengarde und seinem König aus dem gegenwärtigen Schlamassel helfen (und ihn insbesondere wider zu Verstand bringen) und sie würden im Gegenzug sicherstellen, dass wir die Unterstützung für Phandalin erhalten würden, wegen derer wir hergekommen waren. Da dies ganz offensichtlich Marthammor Duins Wille war, willigten wir ein.

Die Erfinder berichteten, dass der König kürzlich paranoid geworden sei, sich (und sein Weib) eingesperrt und behauptet hatte, etwas würde auf sie lauern, vor dem selbst „die großen Fremden“ nicht sicher sein würden. Wir ließen uns vor die verschlossene Tür zu den Gemächern seiner königlichen Hoheit führen und versuchten diesem gut zuzureden und eine Audienz zu erhalten. Der Mann war jedoch in der Tat zu ängstlich, um raus zu kommen oder uns auch nur rein zu lassen (ich frage mich, ob er wohl den Bürgermeister von Phandalin kennt und ob ein derartiges Betragen so etwas wie regionale Tradition bei Anführern ist?). Er berichtete uns – auf meine einfühlsamen Nachfragen hin – dass ein Bild im Thronsaal plötzlich Zähne bekommen und versucht habe, ihn zu fressen. Er war überzeugt davon, dass sich die Kreatur, die sich offensichtlich nur als Gemälde getarnt hatte, die beiden verschwundenen Gnome einverleibt hatte und die Bewohner Gnomengardes nun nacheinander auffressen würde. Einer der Verschwundenen hatte dem König berichtet, dass er seinen nahenden Tod gesehen habe und dass ihn etwas holen werde, wenn das nicht mehr ist, was es einst war. Während seine Berater dem König nicht glaubten, vermuteten wir schnell, dass es sich um einen Mimik handeln könnte und wir versicherten seiner Majestät, dass Ungeheuer zur Strecke zu bringen und die Ordnung in seinem Königreich wieder herzustellen (zumal er nichts weniger verlangte, bevor er sein Gemach wieder verlassen und uns empfangen wollte).

Kratzspuren am Gemälde im Thronsaal bestätigten uns, dass es sich bei der Kreatur nicht um ein königliches Hirngespinst gehandelt hatte. Wir durchsuchten Gnomengarde deshalb Raum für Raum auf der Suche nach dem Biest. Als im Weinkeller schließlich eines der Fässer Zähne bekam und über uns herfallen wollte, war es allein Marthammor Duin und seinem geisterhaften Streitkolben zu verdanken, dass die Kreatur – ohne weitere Opfer zu kosten - ein gerechtes Ende fand (die bemühte „Vorarbeit“ unserer wackeren Gruppe sei an dieser Stelle gleichwohl nicht gänzlich unerwähnt). Wieder einmal wurde meinen Begleiterinnen und Begleitern die göttliche Überlegenheit meines Gottes im Vergleich zu jenen anderen Göttern bewusst, die es nicht für nötig erachteten, unser Schicksal in zeiten der Not zum Guten zu wenden.

Im Magen des Mimik fand ich die Gürtelschnalle des Gatten der Dame Faktoree. Auch vom anderen Gnom fanden wir dort Spuren, so dass das Rätsel um ihr Verschwinden eine grausige (wenn auch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr überraschende) Aufklärung erfuhr.

Wir präsentierten dem König unsere Beweise und überzeugten ihn erfolgreich, dass die Gefahr vorüber war. Die Königin, die er sodann von ihren Fesseln befreite, strafte ihn mit den unverwechselbaren Waffen einer Frau und übernahm daraufhin die Regierungsgeschäfte (wieder). Wir erhielten die Ballista-Konstruktion zugesprochen sowie zwei von uns zu wählende Stücke aus der königlichen „Schatzkammer“. Letztere erwies sich leider nicht als ein Hort des Goldes, sondern als ein Lager vergessenen Erfinder-Gerümpels. Die beiden besten Exponate (ein Uhrwerk-Amulett und eine 3 Meter lange lanzenartige Stange, die sich in ein handliches Format verwandeln konnte). Bei der Verabschiedung erhielten wir als Geschenke zudem noch einen blitzenden Feuerstab (den wir Daenar überließen) und einen „Hut des Königs“, den Baris von uns zugedacht bekam.

Die Ballista-Konstruktion wollte man uns mit automatischen Gefährten, so genannten „Fasskrabben“ lediglich ins nahegelegene Tal bringen, um sie uns dort zur Abholung (nach vorherigem Holen eines geeigneten Fuhrwagens aus Phandalin) bereit zu stellen. Es gelang mir jedoch, die Dame Faktoree Dank meines Zwergen-Charmes zu bezirzen und zu überzeugen, dass sie die Konstruktion für uns bis nach Phandalin bringt, während wir nach Schattenhügel aufbrachen, um auftragsgemäß eine Hebamme in Not zu retten … 
"There is not always a silver lining behind dark and stormy clouds. Sometimes the things behind are much worse."